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Geschockt: Andrea Wiegner (li.), Pächterin des Kiosks im Markt Schwabener Bahnhof, und ihre Mutter Monika. Die 63-Jährige wurde am späten Mittwochabend überfallen.

Am Bahnhof Markt Schwaben

Männer berauben 63-jährige Kiosk-Frau

Markt Schwaben - Die Mutter der Pächterin des Markt Schwabener Bahnhofskiosks ist Opfer eines Raubes geworden. Tatzeit: Mittwoch, kurz vor Mitternacht. Tatort: die Bahnhofstraße.

Der Korb, den die 63-Jährige mit sich getragen hatte, war schwer beladen: mit rund 1000 Euro Bargeld sowie mehreren hundert MVV-Karten für den Monat März. Zwei bislang unbekannte Männer haben der Frau am Mittwoch, gegen 23.20 Uhr, in der Bahnhofstraße diesen Korb geraubt. Die 63-Jährige schrie um Hilfe und versuchte sich zu wehren - doch sie hatte keine Chance.

Die Kripo Erding hat den Fall übernommen und fahndet nun nach den Tätern. Laut Aussage des 63-jährigen Opfers waren die beiden Männer etwa 20 Jahre alt und ungefähr 1,70 Meter groß; sie trugen dunkle Hosen und dunkle Kapuzenshirts. Wer Hinweise geben kann, meldet sich bei der Kripo, unter Telefon (08122) 968-0.

Andrea Wiegner, Tochter und Pächterin des Kiosks am Markt Schwabener Bahnhof, erklärte am Donnerstagvormittag im Gespräch mit unserer Zeitung, warum in dem Korb so viel Wertvolles gewesen war: "Am Monatsende haben wir bei den Fahrkarten immer Hochbetrieb, weil wir sie bestellen und herrichten für den nächsten Monat, damit die Leute sie bei uns schnell kaufen können." Bei dem Geld habe es sich nicht nur um die normalen Tages-Einnahmen gehandelt, sondern auch um Geld aus bzw. für den Lotto-Jackpot. Am Ende eines Arbeitstages würden Geld und Fahrkarten mit nach Hause genommen. Wiegners Mutter arbeitet jeden Tag bei bzw. mit ihrer Tochter im Kiosk.

"Normalerweise geht meine Mutter nicht so weit zum Auto. Aber am Mittwoch hatte sie in der Nähe keinen Parkplatz gefunden", sagt die 42-jährige Andrea Wiegner. Deshalb musste ihre Mutter, die es sich zur Angewohnheit gemacht habe, nach Schließung des Kiosks noch eine Weile drinnen zu bleiben, um Zeitung zu lesen, ausnahmsweise einen längeren Weg gehen.

"Ich bin mir sicher, dass die Täter uns schon länger ausspioniert haben", glaubt Andrea Wiegner. Hierfür spreche auch die Tatsache, dass die Räuber die 63-jährige Frau angeschrien hätten, sie solle ihnen den Korb geben. "Die private Geldbörse meiner Mutter haben sie nicht genommen." Außerdem hätten die Täter den Schlüssel für den Laden auf die Straße geworfen, wo er kurze Zeit nach dem Raub gefunden werden konnte. Der leere Korb wurde auf der Fußgängerbrücke über den Bahnhof entdeckt. Die Räuber sind auf der Flucht.

Armin Rösl

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