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Hatte auswärts ein Heimspiel: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wurde im Antholinger Festzelt begeistert begrüßt.

Markus Söder besucht Bairer Trachtler

Ministerpräsident muss Versprechen einlösen - wie es dazu kam

Wenn man ein Versprechen gibt, dann muss man es auch halten. Das gilt auch für den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Er besuchte die Bairer Trachtler.

Baiern – Er hat Wort gehalten: „Markus Söder löst hier bei uns heute sein Versprechen ein, das er uns Anfang Mai 2018 gab.“ So leitete der Grafinger CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Huber den politischen Teil des Freitagabends im Antholinger Festzelt ein. Dort feierte der Trachtenverein Bairer Winkler sein 90-jähriges Bestehen und beging gleichzeitig den Tag der Betriebe.

Huber erklärte, was es mit dem Versprechen genau auf sich hatte. „Wir saßen mit 64 Leuten im Bus in Richtung Brüssel, um dort im Auftrag des Ministerpräsidenten einen Maibaum aufzustellen. Ich telefonierte vom Bus aus mit Markus Söder und er versprach, im Gegenzug fürs Maibaumaufstellen zum Trachtlerfest nach Antholing zu kommen. Er hat sein Versprechen gehalten, hier ist er.“

Fester Bestandteil der bayerischen Seele

„Ihr seid fester Bestandteil der Bayerischen Seele“ rief Söder im Anschluss den Bairer Trachtlern zu und gratulierte zum 90- jährigen Bestehen des Vereins. „Egal wo man ist, egal wie modern wir werden, Bayern macht nicht der Laptop – sondern die Lederhose aus“ so der Ministerpräsident weiter. Zur aktuellen Messer-Verbots-Debatte meinte er: „Das ist alles Käse, Bayern wird das verhindern.“ Söder versprach, sich für den Erhalt der Trachtler-Brotzeitmesser einzusetzen und war sich des Applauses der versammelten Bairer Winkler sicher. 

Das war die Vorgeschichte zum Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten in Baiern.

Dankbar für Produkte aus der Landwirtschaft

Dem Volksbegehren Artenvielfalt verpasste der Ministerpräsident einen neuen Titel: „Rettet die Bienen und die Bauern“. Er unterstrich dabei den Wert der Landwirtschaft: „ Sind wir doch dankbar, was die Landwirtschaft alles an guten Produkten produziert.“ Mit Blick auf die aktuelle Europawahl bedankte Söder sich bei allen Wählern, die mithalfen, Europa nicht zu spalten. Zur Kandidatur Manfred Webers scherzte der Ministerpräsident: „Bayern war schon Papst und Champions-League-Sieger, der Titel Kommissionspräsident fehlt uns noch.“ Der SPD riet Söder: „Macht die Augen auf.“ Er forderte, den Blick nicht auf Vergangenes, sondern auf die Zukunft zu richten, um eine stabile Regierung in Deutschland zu erhalten.

Klares Nein zu Enteignungsideen

Enteignungsideen setzte Söder ein klares Nein entgegen, forderte die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und widersprach Plänen des Bundesfinanzministeriums, die Grundsteuer alle fünf Jahre zu erhöhen. „Ich bin sehr für Klimaschutz“ ließ er weiter anklingen, zugleich zweifelte Söder Klimamessungen in der Landeshauptstadt an, brachte aber an diesem Abend keinerlei eigene Vorschläge mit, wie Klimaschutz konkret aussehen könnte.

Lieber mit Ryanair fliegen

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, kritisierte der Ministerpräsident dafür, dass sie das Fliegen zwar verurteile, selbst aber fliege. „ Ich glaube nicht, dass sie mit dem Rad in Los Angeles war.“ Der Kanzlerin riet der bayerische Ministerpräsident, künftig besser mit Sun-Air oder Ryanair zu fliegen, um pünktlich ans Ziel zu gelangen. Abschließend bekannte sich der Ministerpräsident zum Christentum, rechtfertigte seinen Kreuze-Erlass damit, dass andere Länder Kreuze abhängen – er selbst daher Kreuze aufhänge und bekräftigte erneut den Appell: „In Bayern werden keine Kreuze abgehängt“.

Die Festgäste verabschiedeten Söder mit stehenden Ovationen und tosendem Applaus.

Lesen Sie dazu auch, wie die Maibaumgeschichte fast schief gegangen wäre.

Ebenfalls interessant: Dieser Maibaum landete in Kroatien.

Von Susann Niedermaier

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