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Die Hundetoilette am Parkplatz des Bairer Gemeindesaals wird wöchentlich geleehrt. 

Zu wenige Einnahmen bei steigenden Kosten

Baiern erhöht Hundesteuer drastisch

Da könnte einigen Hundebesitzern der Spaß am Haustier vergehen. Weil zu wenig Hundesteuer ins gemeindliche Geldsackerl fließt und die Vierbeiner erhebliche Kosten verursachen, verdoppelt Baiern die Steuer für Dackel und Co. von bisher 20 auf 40 Euro im Jahr.

Baiern –  Zuletzt war die Hundesteuer 2006 geändert worden. Zudem kassiert die Verwaltung künftig auch für die Hunde, die in den Bairer Weilern Haus und Hof bewachen, den vollen Betrag. Bisher zahlten Hundehalter in Weilern und auf Einödhöfen die Hälfte des Hundesteuersatzes. Lediglich für die Hunde in den Einöden bleibt die Hälfte-Regelung erhalten.

Eine drastische Änderung gibt es für Hundehalter, die einen Rottweiler oder einen anderen Kampfhund besitzen: für ihre als aggressiv eingestuften Exoten bezahlen sie künftig statt bisher 20 Euro nun satte 300 Euro. Auf all das einigte sich das Bairer Gremium in seiner jüngsten Sitzung.

Weiter beschlossen die Räte, in der ersten Sitzung im neuen Jahr über die notwendige Änderung der gemeindlichen Hundesteuersatzung abzustimmen. „Mit 20 Euro Hundesteuer im Jahr sind wir der billige Jakob“, plädierte Bürgermeister Martin Riedl für eine Erhöhung des Hundesteuersatzes und wies auf den Service hin, den die Gemeinde Hundehaltern bietet: „Seit zwei Jahren unterhalten wir Hundetoiletten. Die in Berganger – am Parkplatz des Gemeindesaales – wird wöchentlich vom Bauhof geleert, die in Antholing Nord/Siedlung sogar zweimal wöchentlich“, informierte der Bürgermeister weiter. Anschließend schlug Riedl die Änderung der Hälfte-Regelung vor, die bisher für Bairer Weiler und Einödhöfe galt. Die Gemeinde setzt sich aus 33 Dörfern zusammen, davon sind Antholing, Berganger und Piusheim die drei großen Ortsteile, alles andere sind Einödhöfe und Weiler. 

„Die Sonderregelung in Weilern nehmen wir komplett raus, die Einöden bleiben drinnen“, schlug Riedl dem Gremium vor. „Ein Weiler wird bis 300 Einwohner definiert“, stellte Gemeinderat Alexander Müller dazu fest. Hans Huber wies auf verschiedene weitere Probleme hin: „ Ich weiß, dass die Anzahl der Hundetoiletten ein Problem ist. An der Bank beim Weiher und an der Wiese entlang werden die Tüten liegengelassen, Richtung Braunau ist es dasselbe, wir haben immer mehr Hunde in Berganger, aber ein neues Hundeklo kostet wieder Geld.“ Riedl zog in Erwägung, eine zusätzliche Hundetoilette aufstellen zu lassen, eine Entscheidung dazu fiel aber noch nicht.

Susann Niedermaier

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