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Idyllisch gelegen, aber für eine moderne Gemeindeverwaltung nicht mehr zeitgemäß. In diesem Gebäude zwischen Weiterskirchen und Netterndorf ist das „Baire r Rathaus“ derzeit noch untergebracht. 

Pläne im Landkreissüden

Bairer Gemeindekanzlei: Lieber abreißen und neu bauen

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Die Gemeinde Baiern ist die einzige Kommune im Landkreis Ebersberg, die kein richtiges Rathaus hat. Das soll sich ändern

Baiern – Bislang ging es auch so, das Gebäude neben dem Raiffeisenturm unmittelbar an der Straße zwischen Weiterskirchen und Netterndorf fungierte leidlich als „Gemeindekanzlei“. Allerdings ist das alte Gemäuer ziemlich in die Jahre gekommen. Zu einer Sanierung hätte es vermutlich in weiten Teilen „entkernt werden müssen“, wie Bürgermeister Josef Zistl die Situation schildert. Da stellte sich zwangsläufig die Frage: renovieren oder lieber gleich abreißen und neu bauen?

Darauf hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erste Antworten. Es ging um die Vorplanung für ein neues Rathaus.

Die Kanzlei war vor etwa einem halben Jahrhundert errichtet worden, also noch vor der Gebietsreform. Dementsprechend ist der Baustandard.

Im Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen, die von älteren Mietern bewohnt werden, für die bis zum Neubau eine „Übergangslösung gefunden werden muss und wird“, wie Zistl sagte. Die Raiffeisenbank hat das Gebäude nach Auskunft von Zistl schon verlassen. „Nur der Geldautomat ist noch da und soll es auch bleiben“, informiert der Bürgermeister.

Die Kommune ist sich im Klaren darüber, dass ein Neubau die Gemeindefinanzen erheblich strapazieren wird. „Da sind wir im siebenstelligen Bereich“, meint Zistl.

Die Tatsache, dass die Kommune in der Kanzlei weder Platz für ein Besprechungszimmer, geschweige denn für ein Archiv hat, und die Raumverhältnisse allgemein beengt sind, sprächen aber eindeutig für einen Neubau. Dabei soll auch gleich für einen behindertengerechten Zugang gesorgt werden, den es bislang nicht gibt. „Das Geld auf dem Markt ist derzeit billig“, sah Zistl in der jüngsten Gemeinderatssitzung den richtigen Zeitpunkt gekommen, das Projekt Bairer Rathaus jetzt in Angriff zu nehmen.

Damit bei der Planung die Gedanken möglichst vieler einfließen können, wurde beschlossen, einen eigenen Bauausschuss zu gründen, der schon bald seine Arbeit aufnehmen soll. Mit den eigentlichen Planungen wird dann im Jahr 2018 begonnen, Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2019. Bis dahin soll dann auch eine Lösung für die Mieter der Gemeinde gefunden werden, damit sie für die Zeit zwischen Abriss und Neubau nicht auf der Straße sitzen. „Da müssen wir eine Regelung finden. Bei uns wird keiner rausgeschmissen“, versprach der Bürgermeister den beiden älteren Frauen, die dort wohnen.

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