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Amtsinhaber Zistl gratuliert Martin Riedl (r).

Bürgermeisterwahl in Baiern

Martin Riedl (43) soll ran

Der Jakobsbairer Handelsfachwirt Martin Riedl (43) ist  zum Bürgermeisterkandidaten der Einheitsliste „Einigkeit Baiern“ nominiert worden. 93 der 1563 Bairer gaben dem  2. Bürgermeister  bei der Nominierungsversammlung die Zustimmung zur Kandidatur.

Baiern – Der amtierende Bürgermeister Josef Zistl eröffnete die außerordentliche Versammlung mit einer Schweigeminute. Alle Anwesenden erhoben sich im Gedenken an die Seniorchefin der Netterndorfer Wirtschaft, Leni Gröbmeyer, die einige Stunden vor der Versammlung starb – und im Gedenken an die Mutter des Bürgermeisters, Elisabeth Zistl, die wenige Stunden zuvor verstorben war.

Trotz der traurigen Begleitumstände freute sich das Gemeindeoberhaupt über den vollen Saal und betonte: „Heute werden die Weichen für kommende Jahre gestellt.“ Zistl habe sich rein aus Altersgründen entschieden, sein Amt abzugeben, erklärte er seinen Rücktritt. „So was macht man nicht über Nacht, das war ein Reifeprozess über Monate“, versicherte er. Sein Rücktritt sei schon von einer gewissen Wehmut begleitet, gestand er, doch sein Herz sei voll Dankbarkeit allen Gemeindebürgern gegenüber. „Es gibt aber auch Freude darüber in mir, dieses Amt – das sehr fordernd ist – abzugeben und in junge Hände zu legen“, offenbarte er.

Anschließend kontrollierte der Bürgermeister, ob sich alle in die Anwesenheitsliste eingetragen hatten und stellte fest, dass genau 100 Bürger anwesend waren. Die wählten Zistl einstimmig zum Wahlleiter der Nominierungsversammlung. Rita Kaltner, Franziska Bell, Leonhard, Hans, und Hias Widmann stellten sich als Wahlhelfer zur Verfügung. „Nun gilt es, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu nennen“, forderte Wahlleiter Zistl die Versammlung auf.

Schnell schlug ein Bürger Martin Riedl vor, Zistl gab der Versammlung einige Minuten Zeit, weiter zu überlegen. „Keine weiteren Vorschläge?“, fragte der Wahlleiter in den Raum, es folgten keine weiteren Namen. Der Bürgermeister informierte, dass bis Stichtag 5. März auch keine schriftlichen Vorschläge bei der Verwaltung eingegangen seien. Weiter wies er darauf hin, dass die Bairer bis einschließlich 26. März noch Zeit haben, weitere Kandidaten nachzureichen.

Martin Riedl stellte sich kurz vor und bezeichnete es als wichtige Aufgabe, „Baiern – die schönste Gemeinde im Landkreis“ für nachfolgende Generationen zu erhalten. Die Wahlhelfer verteilten Stimmzettel für die geheime Wahl, sammelten diese nach Stimmabgabe wieder ein und zählten sie unter Zistls Aufsicht aus. Ergebnis: 100 anwesende Personen, 100 Stimmzettel, davon 93 Stimmzettel für Martin Riedl, drei Enthaltungen, zwei Stimmen für Alex Müller und für Sepp Würz und Marlene Hörgstetter je eine Stimme.

Martin Riedl nahm die Nominierung freudestrahlend an. Zistl warnte die Bairer davor zu denken: „Der wird sowieso gewählt“ – und auf Grund dieser Vermutung dann nicht zur Wahl zu gehen. Vielmehr wünscht sich der Bürgermeister eine rege Wahlbeteiligung. „Es ist doch schön für den Kandidaten, wenn er sein Votum von möglichst vielen Gemeindebürgern erhält.“

Kürzlich ist Zistl, wie er sagte, von einem Bairer Bürger gefragt worden, ob denn die Wahl grundsätzlich überhaupt nötig sei und ob in Baiern der Bürgermeister nicht einfach bestimmt werden könne. Zistl klärte den Bürger dann auf: „Auch in Baiern müssen wir, wie in ganz Deutschland, wählen!“

Bürgermeisterwahl

ist am Sonntag, 13. Mai, im Rathaus in Kulbing. Bereits vier Tage später, am 17. Mai, findet um 19.30 Uhr beim Netterndorfer Wirt die Bürgerversammlung mit dem neuen Bürgermeister statt.

Susann Niedermaier

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