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Bauarbeiten für die neue Mensa: Die Bild stammt vom Richtfest im April 2016.

Baustelle Realschule Vaterstetten

Schreiner greift Landratsamt an

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Ein Handwerker behauptet, für seine Arbeiten an der Realschule Vaterstetten nicht im vollem Umfang bezahlt zu werden. In diesem Streit geht es immerhin um 90 000 Euro. Für die Schule ist auch das Landratsamt Ebersberg zuständig. Die Behörde weist die Vorwürfe zurück.

Vaterstetten/Landkreis – Es sind schwere Vorwürfe, die der Schreiner Hubert Brummer aus Anzenkirchen erhebt. Er behauptet, im Rahmen der Erweiterung der Realschule Vaterstetten für seine Arbeit nicht im vollem Umfang bezahlt zu werden. Brummer spricht von einem ausstehenden Betrag von rund 90 000 Euro. Es geht unter anderem um den Innenausbau. Zuständig für die Realschule ist ein Zweckverband, dem der Landkreis Ebersberg, der Landkreis München sowie die Gemeinden Haar und Grasbrunn angehören.

Im Landratsamt Ebersberg heißt es zu den Vorwürfen, zwischen dem Landkreis und der Firma Brummer bahne sich eine gerichtliche Auseinandersetzung an. Wie Landratsamtssprecherin Evelyn Schwaiger betont, entbehrten die Vorwürfe jedoch jeder Grundlage. Das bestätige nicht zuletzt das Ergebnis einer „detaillierten Rechnungsprüfung durch das mit der Objektüberwachung beauftragte Architekturbüro“. Die Geschichte habe inzwischen schon einen längeren Vorlauf, so Schwaiger. Weitere Auskünfte gab es vom Landratsamt mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

Wegen grober Planungsfehler hätten sich Arbeiten an der Realschule verzögert, so Brummer gegenüber der Ebersberger Zeitung.Das sei auch der Grund gewesen, warum seine Firma ihre Arbeiten nicht fristgerecht umsetzen habe können, was nun ihm angelastet würde. Beispielsweise seien in der Turnhalle in der Umkleide die Arbeiten am Boden und die Arbeiten der Maler nicht abgeschlossen gewesen, er hätte aber bereits Sitzbänke einbauen sollen. Im laufenden Streit werde mit „Bandagen gekämpft, die nicht fair sind “, so Brummer. An einem Klärungsgespräch zu den Differenzen hätten er und sein Bauleiter teilgenommen. Auf der Seite des Landratsamtes beziehungsweise der Planer seien es sieben Personen gewesen. „Das ist nicht sauber.“ Es habe auch konstruktive Gespräche im Landratsamt gegeben, die jedoch nicht Bestand gehabt hätten.

„Ich wurde der Lüge bezichtigt“, so Brummer. „Wir haben uns viel anhören müssen.“ Die Verträge seien teilweise gekündigt worden und schließlich habe er Baustellenverbot bekommen. Dabei hätte seine Firma im Vorfeld der Einweihungsfeier der neuen Aula im November sogar am Wochenende gearbeitet, um für den Pressetermin rechtzeitig fertig zu werden. Er habe bei den Arbeiten teilweise Änderungen umgesetzt, die nur mündlich besprochen gewesen seien, einen schriftlichen Auftrag habe es nicht gegeben. Bei von ihm danach geschriebenen Rechnung seinen dann Teilbeträge gestrichen worden mit dem Hinweis, es hätte dafür keinen Auftrag gegeben. Inzwischen hat Brummer seinen Rechtsanwalt eingeschaltet. „Ich habe alles dokumentiert“, so der Schreiner.

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