So hätte das Haus für Volkshochschule, Musikschule und Kino am Baldhamer Zentrum einmal aussehen können. Studie von 2009.

Ortsentwicklung Vaterstetten

SPD will Bücherei in Baldham

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Die Debatte um die Zukunft der Bücherei Vaterstetten gewinnt an Fahrt. Jetzt hat sich die SPD zu Wort gemeldet. Die Genossen bringen als Standort das Baldhamer Zentrum ins Gespräch, einen Vorschlag, den die SPD schon einmal gemacht hatte und damit gescheitert war.

Vaterstetten – Die SPD-Gemeinderatsfraktion reagiert damit auf ein Interview der Ebersberger Zeitungmit der Büchereileiterin Christina Walser. Man habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, so jetzt der Fraktionsvorsitzende Sepp Mittermeier. Vor allen Dingen die Aussagen bezüglich eines möglichen neuen Standorts „sind dabei sehr aufschlussreich“. Im Interview hat sich Frau Walser dahingehend geäußert, dass die Grundschule an der Brunnenstraße und die Realschule regelmäßige Besucher der Bücherei seien. Und es gäbe sicher Standorte in der Gemeinde, die aus Sicht dieser Schulen gut geeignet wären. Auch eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe der Bücherei wäre von Vorteil, um damit Laufkundschaft zu generieren.

„Wie wir das gelesen haben, kam uns sofort unser Vorschlag zur sogenannten Agenda 2020 vom Januar 2015 wieder in den Sinn“, so die Vaterstettener SPD-Gemeinderätin Cordula Koch. Damals hatten die Sozialdemokraten vorgeschlagen, die Bücherei am S-Bahnparkplatz in Baldham anzusiedeln, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bahn damals Bereitschaft bezüglich des Verkaufs des Grundstücks angedeutet hatte. Bereits 2009 hatte es eine Planung für ein Kino, Volkshochschule und Musikschule mit Tiefgarage für dieses Grundstück gegeben. Daraus wurde jedoch nichts.

Sowohl der dritte Bürgermeister Günter Lenz, wie auch die Baldhamer Gemeinderätin Maria Wirnitzer (beide SPD) sind sich darin einig, „dass auch in Baldham eine öffentliche Einrichtung ihren Platz haben sollte“. Die von Walser angesprochenen Kriterien wären aus SPD-Sicht doch an diesem Standort erfüllt. „Wir haben uns in der Gemeinderatssitzung im Februar 2015, in der die Agenda 2020 behandelt wurde, sehr darüber geärgert, dass unser Vorschlag vom Bürgermeister ohne Diskussion vom Tisch gewischt wurde“, kritisiert Mittermeier.

Umso überraschter ist die SPD darüber, dass Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) im Zusammenhang mit dem EZ-Interview mit der Büchereileiterin geäußert habe: „Wir sollten Optionen und Perspektiven aufzeigen und uns bald im Gemeinderat über das Thema unterhalten.“ Mittermeier meint dazu: „Besser ein später Sinneswandel, als gar kein Sinneswandel“.

Die SPD könnte sich auf dem Gelände nördlich der Bahn und gegenüber des neuen Zentrums Baldham, dort wo der Kiosk angerissen wurde, ein neues Gebäude vorstellen, das man auch in Kooperation mit der Bahn entwickeln könne. Untergebracht werden könnten neben der Bücherei möglicherweise auch Gewerbe und Wohnungen. „Das könnte eine Win-Win-Situation für beide Seiten sein“, so Mittermeier. Er bedauert, dass die Kommune damals das Areal nicht günstig erworben habe. „Aber nachher ist man immer klüger.“

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