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Ganz genau geprüft werden Bäume in Vaterstetten von Diplom-Forstwirtin Anneliese Schlegl-Bechtold.

Vaterstetten: Kommunale Bäume stehen im Computer und werden regelmäßig überprüft

Stämme mit Nummernschild

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Autos haben Nummernschilder, Motorräder ebenfalls und sogar Reitpferde tragen eine Plakette. In der „Gartenstadt“ Vaterstetten haben auch Bäume Nummern, zumindest diejenigen, die der Gemeinde gehören. Die EZ erklärt warum.

Vaterstetten – Rund 5000 Bäume gehören der Gemeinde. Und dabei sind die Waldstücke im Eigentum der Kommune nicht mitgerechnet. 2017 wurden alle Bäume begutachtet und in eine Kataster eingetragen. Da war die Diplom-Forstwirtin Anneliese Schlegl-Bechtold, die ihr Büro in Vaterstetten hat, auch mit dabei. „Es wurden alle wichtigen Daten aufgenommen: welcher Baum, Standort, Umfang in einem Meter Höhe, Zustand, Verletzungen.“ Der Baum Nr. Eins steht übrigens an der Ecke Lindenstraße/Waldstraße.

Seitdem kontrollieren Schlegl-Bechtold und zwei weitere Büros regelmäßig den Bestand. Bei gesunden Bäume alle zwei Jahre, bei etwas angeschlagen jedes Jahr, bei Bäumen beispielsweise in Kindergarten oder an Schulen sogar halbjährig. Diesmal waren Bäume zwischen Realschule und Bahnlinie an der Reihe. 

Nummer 4159

Nummer 4159 ist eine Esche, etwa 25 Jahre alt. „Schaut nicht gut aus“, sagt die Expertin. Der Baum ist vom Eschentriebsterben betroffen, verursacht durch einen Pilz. „Man muss das weiter beobachten“, so Schlegl-Bechtold. Sie ist aber skeptisch, was das Überleben des Baumes betrifft.

Besser sieht es teilweise auf der anderen Straßenseite aus, bei Pyramideneiche und Winterlinde. An den Stämmen gibt es auch Verletzungen, wie bei der Eiche mit der Nummer 4165. „Könnte von einem Baustellenfahrzeug sein.“ Aber die Wunden sind beinahe geschlossen. Der Baum hilft sich selbst. 

Schlegl-Bechtold geht vorsichtig über die Bodendecker auf der Fläche, nahe an den Baum, überprüft den Wurzelbereich, den Stamm, dann der Blick in die Krone. Hängen Äste herunter, ist etwas abgebrochen. Kann etwas zur Gefahr werden und herunterfallen. Steht der Baum stabil? Auch der Gesamteindruck des Baumes aus ein paar Metern Entfernung wird notiert.

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Online am Stamm

Etwa 15 Minuten kann die Überprüfung dauern. Die Daten werden noch vor Ort in ein Laptop eingegeben, alles online, internetunterstützt, eingeloggt in das Zentralkataster der Gemeinde. Auch Kleinigkeiten sind wichtig. An einem Baum zwei kleine Löcher nebeneinander. „Da hat wohl ein Specht etwas versucht, hat aber aufgegeben.“ „Das ist alles eine umfangreiche Arbeit“, sagt die Forstwirtin.

Bei Gefahr kommt auch die Feuerwehr

Bedrohliche Schäden meldet sie im Rathaus. „Dann wird das Umweltamt tätig, die Zusammenarbeit ist gut, es gibt keine Konflikte.“ Wenn es schnell gehen muss und in der Behörde beispielsweise am späten Freitagnachmittag niemand zu erreichen ist, dann holt Schlegl-Bechtold auch schon mal die Feuerwehr. Darf sie. Die Floriansjünger kommen und lösen das Problem. Schließlich geht es um die Sicherheit. Grundsätzlich seien die Bäume der Kommune in einem guten Zustand, sagt die Forstwirtin. „Die Gemeinde kümmert sich.“ Und natürlich passen die Baumprüfer auf.

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