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Ankündigung: Die Gemeinde hat vorgebaut und den Austausch schon bekannt gemacht.

Holzburg in die Jahre gekommen

Maroder Spielplatz: Eltern sehen Gefahr, Gemeinde nicht

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Es ist eine Burg aus Holz, ein Spielgerät und in die Jahre gekommen. Eltern sehen den Kletterturm in Baldham als gefährlich. Die Gemeinde verweist auf ständige Kontrollen. Bald soll jedoch ausgetauscht werden.

Vaterstetten - Der Holz-Kletterturm auf dem Spielplatz in der Brunnenstraße in Baldham, der aussieht wir eine Burg, ist marode und gefährlich, sagen Eltern und schlagen Alarm. Schrauben stehen raus, Holz zerbröselt. So dramatisch sieht man das im Vaterstettener Bauhof allerdings nicht. „Sonst hätten wir den Kletterturm doch gesperrt“, erklärt Betriebshofleiter Gerd Jansen. Dazu wäre die Gemeinde auch verpflichtet. „Es ist nicht gefährlich.“

„Es ist nicht gefährlich“

Klar ist: Das Spielgerät auf der großen Wiese in der Brunnenstraße gegenüber des alten Wasserhauses soll bald ausgetauscht werden. Dazu wurde auch ein Schild aufgehängt, auf dem darauf hingewiesen wird.

Dass das Gerät in die Jahre gekommen ist, gibt Jansen unumwunden zu. Wie bei allen Spielplätzen im Gemeindegebiet werde regelmäßig kontrolliert. „Wir sind dementsprechend ausgebildet.“ Aber: „Wir können nicht alles sehen“, sagt Jansen. Es komme schon mal vor, dass irgendwo ein Brett rausgetreten werde. Wenn also Bürger Mängel entdeckten, sollte sie bitte die Gemeinde informieren. „In solchen Fällen reagieren wir sofort.“

Ständige Kontrollen

Im Fall des Spielplatzes an der Brunnenstraße gehe es aber nicht nur um Verschleiß und Alterungserscheinungen, sondern laut dem Bauhofleiter auch um Vandalismus. Das sei erst in jüngster Zeit passiert. Die Schäden seien inzwischen repariert worden. Mittelfristig soll die Anlage abgebaut werden, das Holz wird entsorgt. Aufgestellt wird eine Ersatzanlage. Möglicherweise könnte das schon am Anfang des neuen Schuljahres sein.

Ersatzlösung

Angegriffen: In die Jahre gekommen ist der Kletterturm in Baldham an der Brunnenstraße.

Der Ersatzkletterturm stand bisher in Neufarn und musste dem Neubau des dortige Feuerwehrhauses weichen. Vor Ort kann er jedoch nicht mehr in vollem Umfang aufgestellt werden. Es ist nicht genügend Platz vorhanden. Man müsste Teile entfernen, sagt Jansen. Das wäre aber schade, da sich die Anlage aus Neufarn noch in gutem Zustand befindet. Also soll sie in der Brunnenstraße aufgestellt werden. Da wäre ausreichend Platz. In Neufarn müsste man sich eine andere Lösung überlegen. „Wir wollen ja auch sparen“, sagt Jansen.

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Weiterer Handlungsbedarf

Ein zweiter Kletterturm, ähnlicher Bauart wie in der Brunnenstraße, soll am Sportgelände ersetzt werden. „Dort wollen wir aber noch warten“, so Jansen. Hintergrund ist der Bau der neuen Schule in unmittelbarer Nähe. Die soll zum neuen Schuljahr eröffnet werden. Auch gehe es um einen Schlittenberg am Gelände. „Der ist zwar nicht offiziell, wird aber genutzt.“ Durch die Rodler könnte der Kletterturm in Mitleidenschaft gezogen werden. Also könnte es einen neuen Standort geben.

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