So schaut’s aus: Der neue Marktplatz in Baldham ist wenig ansehnlich. Foto: Stefan Rossmann

Wieder Streit um neuen Marktplatz

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Vaterstetten - Um den neuen Baldhamer Marktplatz wird immer wieder gestritten. Jetzt greift Anwohner Wolf-Peter Ross Bürgermeister Georg Reitsberger an.

Wolf-Peter Ross ist sauer, weil auf dem Platz das Gras wuchert und die Brunnenanlage immer noch nicht, wie geplant, mit Blumenpflanzungen umgestaltet ist. Zuständig für den Platz ist die Kommune.

„Die Gemeinde Vaterstetten, respektive Bürgermeister Georg Reitsberger, hält es scheinbar schon seit mehreren Jahren nicht für nötig, die öffentlichen Flächen des Ortszentrum Baldham, den Marktplatz, auch nur halbwegs in Schuss zu halten“, kritisiert Ross gegenüber der Ebersberger Zeitung. Auch die Müllentsorgung der öffentlichen Abfalleimer funktioniere nicht. Telefonisch habe Reitsberger sich nach mehreren Emails und Nachfragen Anfang Juli 2016 bei ihm gemeldet. „Passiert ist im Nachgang jedoch nichts“, schimpft Ross. Das Unkraut und der Wildwuchs könne mittlerweile mit einem Rasenmäher entfernt werden. Obwohl von Reitsberger auf Eigentümerversammlungen versprochen worden sei, der Unkrautbeseitigung regelmäßig nachzukommen und den Marktplatz zu einen „attraktiven“ Platz umzugestalten, ist dieses Jahr, bis auf die Bepflanzung der ehemaligen Brunnenanlage, noch gar nichts passiert. Die ehemalige Brunnenanlage sei seit nunmehr drei Monaten eine „ewige“ Baustelle, „die scheinbar nicht finalisiert werden kann“, so Ross. Reitsberger sitze das Problem aus, kritisiert der Anwohner. „Es ist uns schon fast peinlich, Besuch zu empfangen.“ Er sei mit seiner Kritik nicht alleine, so Ross. Es gebe eine ganze Reihen von E-Mails an das Rathaus in dieser Angelegenheit.

Dass der Wuchs von Gras und Moos in diesem Jahr so intensiv sei, liege auch am feuchten Wetter, erklärt Reitsberger. 2014 hatte es Versuche mit einem speziellen Gerät gegeben, das der ehemalige Gemeinderat Peter Meier erfunden hat, eine Art Scheibe mit einem Schlitz und einem Stil. Damit sollten die Fugen besser gereinigt werden können. Doch der Einsatz des Gerätes sei angesichts der Größe des Platzes einfach zu aufwendig. Der Bauhof werde sich aber um das Problem kümmern, so Reitsberger. „Wir können aber nicht mehr tun, als alle paar Wochen sauber zu machen.“ Die Gemeinde werde jedoch ihrer Linie treu bleiben und keine Chemie zur Lösung des Problems einsetzen. Was die Dauerbaustelle der Brunnenanlage angehe, so sei er da auch sehr unzufrieden, so Reitsberger. Hintergrund sei, dass der Bauhof „irgendein Teil nicht bekommt“. Wenn das Projekt der Bepflanzung mit Blumen aber umgesetzt sei, so werde der Platz sehr gewinnen, so der Bürgermeister.

Von Robert Langer

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