Viel Verkehr befürchten die Nachbargemeinden Pliening und Vaterstetten, wenn in Poing die geplanten Bauvorhaben umgesetzt werden. foto: archiv

Bauvorhaben: Poings Bürgermeister nimmt Stellung zu Kritik aus Nachbargemeinden

Poing - Nach Pliening hat nun auch Vaterstetten scharfe Kritik an den drei großen Bauvorhaben geübt, die nächstes Jahr in der Gemeinde Poing starten sollen (neues Gewerbegebiet Grub mit Schustermann & Borenstein, Nahversorgungszentrum mit Edeka-Markt im Neubaugebiet Seewinkel, Erweiterung BayWa Bau- und Gartenmarkt an der Gruber Straße).

Der Vorwurf lautet hier wie dort: Poing habe sich nicht ausreichend Gedanken über die zusätzliche Verkehrsbelastung gemacht. Im Bauausschuss des Gemeinderates Vaterstetten wurden Forderungen laut, dass Poing die marode Brücke am S-Bahnhof Grub so sanieren bzw. neu bauen solle, dass hier wieder Auto- und Schwerlastverkehr fahren kann. In der Stellungnahme der Gemeinde Pliening zu den Bauvorhaben in der Nachbargemeinde heißt es unter anderem, dass Poing endlich zustimmen solle, eine Anbindung an die von Pliening geplante Umgehungsstraße zuzulassen.

Auf Anfrage unserer Zeitnung am Donnerstag hat Poings Bürgermeister Albert Hingerl zur Kritik der beiden Nachbargemeinden folgendes schriftlich mitgeteilt: "Die Gemeinde Poing wird die vorgebrachten Anregungen und Bedenken gewissenhaft prüfen und im Gemeinderat ordnungsgemäß abwägen. Wir haben aber bereits im Vorfeld aus dieser Verpflichtung insbesondere die Belange der verkehrlichen Auswirkungen mit dem Ergebnis geprüft, dass diese in unseren Planungen hinreichend berücksichtigt sind." Tatsächlich hat der Verkehrsplaner Prof. Harald Kurzak aus München in einer Stellungnahme an die Gemeinde Poing mitgeteilt, dass durch das neue Gewerbegebiet in Grub lediglich marginale Auswirkungen auf den bisherigen Verkehr zu erwarten seien.

Hingerl informierte am Donnerstag außerdem, dass die Gemeinde Vaterstetten um ein Gespräch mit Poing gebeten habe, um über die Bauvorhaben und deren möglichen Auswirkungen zu sprechen. Dies sei "von uns selbstverständlich bestätigt" worden, so Hingerl. Das Gespräch werde noch im Oktober stattfinden.

An die Adresse der Nachbargemeinden schreibt Poings Bürgermeister in seiner Stellungnahme zudem: "Erfolgreiche Kommunalpolitik bedeutet für mich auch gute nachbarschaftliche Beziehungen. Sollten diese gestört sein, halte ich Gespräche miteinander, und nicht übereinander für hilfreich."

von Armin Rösl

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