300 Unterschriften gegen den Behördenfunk hatte Clemens Bail (li.) einst Bürgermeister Walter Brilmayer übergeben..

Behördenfunk erzürnt Bürger: WIr durften nicht mitschnabeln

Ebersberg - Hätte ein energischeres Auftreten der Stadt Ebersberg die Aufrüstung des Behördenfunks um einen 30 Meter hohen Masten mitten im Siedlungsgebiet der Kreisstadt mit zahlreichen betroffenen Bürgern verhindert?

Diesen Verdacht äußerte am Freitag Clemens Bail, nachdem er im Bayerischen Landtag bei der Anhörung zur Petition von Ebersberger Bürgern am vergangenen Mittwoch Rederecht bekommen hatte. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Leider aber nicht von unmittelbarem Erfolg gekrönt. Die Petition wurde abgelehnt. Dabei gäbe es durchaus Alternativen.

„Die Stadt darf das eh nur städtebaulich beurteilen“, sei der Stadtrat von Bürgermeister Walter Brilmayer informiert worden, als es um das Mastenbauvorhaben des Freistaats auf dem Polizeigelände in Ebersberg ging, kritisiert Bail. Als betroffener Anlieger in der Dr.-Wintrich-Straße hätte er sich mehr Transparenz gewünscht und der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags gab ihm in diesem Punkt Recht. „Zu uns hat es geheißen, wir dürfen da nicht mitschnabeln“, erinnert sich Bail. Damit ist nach seiner Ansicht aber die Chance auf Mitsprache vertan worden. Bail kann das begründen. Hätte die Stadt Ebersberg entschieden gegen den Standort an der Wintrich-Straße opponiert, hätte das Landratsamt „die Entscheidung zwar ersetzen können. Das ist aber bisher in keinem einzigen Fall in Bayern passiert“, berichtet der Ebersberger Bürger. „Das ist jetzt leider Historie“, ärgert er sich, setzt aber trotzdem noch Hoffnung auf einen möglichen Standort an der Schafweide. „Dort will ein Radiosender bauen“, informiert er über seinen Kenntnisstand.

Von Michael Seeholzer

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