Die Stelzenläufer hatten auf dem Weihnachtsmarkt in der französischen Partnerstadt mit dem Wind zu kämpfen.

Weihnachten in der Partnerstadt Allauch 

Stelzenläufer vom Winde verweht

Voller Tatendrang und hoffnungsvoller Vorfreude auf angenehme mediterrane Temperaturen reisten sieben Mitglieder des Vereinsvorstandes von „Partnerschaft mit Allauch“ am zweiten Adventswochenende nach Südfrankreich, um sich dort auf dem Weihnachtsmarkt der Partnerstadt Allauch zu präsentieren.

Vaterstetten – Die großen Koffer waren bestückt mit Tannengrün, dekorativen Holzartikeln und leckeren Weihnachtsplätzchen, die von Vaterstettener Damen gebacken und gespendet worden waren. Die bayerischen Produkte sind in Allauch mittlerweile ebenso bekannt und begehrt wie die provenzalischen Spezialitäten, die das südfranzösische Komitee zum Weihnachtsmarkt in Vaterstetten mitbringt und die zusammen mit dem Crêpestand der örtlichen Vereinsjugend und französischer Musik ein französisches Flair in Baldham verbreiteten.

Hier wie dort freut sich die Bevölkerung auf die Weihnachtsmärkte, die jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Bratwurststände sucht man auf einem französischen Christkindlmarkt vergeblich, und so ist es nicht verwunderlich, wenn es zur Mittagszeit still und nahezu menschenleer wird in Allauchs weihnachtlichen Gassen; denn nun nimmt man zu Hause in Ruhe ein ausgiebiges Mahl ein. Und während in Vaterstetten der freundliche Weihnachtsmann seine Runden dreht und Chöre besinnliche Weihnachtslieder singen, schallt in Allauch fröhliche Musik aus Lautsprechern, spielen Bands Dixieland und Jazz und tollen allerlei riesige und lustige Gestalten über den Markt, die sehr an Comicwelt und Walt Disney erinnern.

In diesem Jahr fiel es vor allem den Stelzenläufern nicht leicht, ihren Weg über den Markt zu finden, denn der eiskalte Mistral, ein mit Polarluft angereicherter kräftiger Wind aus dem Norden, fegte durch die Straßen von Allauch. Er ließ nicht nur die Showkünstler vor Kälte erzittern, sondern auch das angereiste Allauchkomitee, das sich ganz anderes Wetter erhofft hatte. Ein Trost blieb ihnen: Ihr Stand wurde umlagert von Leuten, die sich mit heißem weißem Glühwein aufwärmen wollten oder mit einem Gläschen „Amour chaud“ (Heiße Liebe), einem Heißgetränk aus Apfelsaft, Rum und Gewürzen.  ez

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