Belastetes Trinkwasser

Grafing - Die Stadt Grafing bekommt ihr Wasserproblem lansgam in den Griff. Das berichtete in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der zuständige Mitarbeiter im Rathaus, Anton Maierbacher.

War auch höchste Zeit. Für einen gleichbleibenden Verbrauch von etwa 600 000 Kubikmetern im Jahr wurden zu Spitzenzeiten schon mal 1,4 Millionen Kubikmeter gefördert, so dramatisch waren die Verluste, die durch gebrochene Rohrleitungen entstanden. „Das haben wir bei der Rechnungsprüfung immer wieder moniert“, berichtete Stadtrat Max Graf von Rechberg (CSU) seinen Kolleginnen und Kollgen.

Maierbacher erläuterte den Bauausschussmitgliedern, dass mit einem neuartigen Gerät, das Strömungsgeräusche an Leckagen aufspürt, schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Auf diesem Weg ist die Stadt Grafing ein großes Stück vorwärts gekommen.

In diesen Zusammenhang gestellt wurde auch die Errichtung einer Verbindungsleitung zwischen der Wasserversorgung von Grafing und der Wasserversorgung von Elkofen. Die hängt nämlich inzwischen an einem seidenen Faden, weil sie derzeit offensichtlich nur aus einem einzigen Brunnen gespeist wird.

Das Wasser ist bisweilen so hoch mit Nitraten belastet, dass es für den menschlichen Verzehr in der Vergangenheit schon mit unbelastetem Trinkwasser gemischt werden musste, weil ein Wert über 40 Milligramm pro Liter auftrat. Der Nitratgehalt im Wasser muss deswegen im Auge behalten werden, weil sich daraus krebserregende Nitrite und Nitrosamine entwickeln können.

Der Zusammenschluss wird über die Straße entlang der Kläranlage abgewickelt. In der Diskussion stand in der Vergangenheit auch die Aiblinger Straße, was aber verworfen wurde, weil dort demnächst erhebliche Bauarbeiten samt Straßenerneuerungen anstehen, wenn die Bahnunterführung aufgeweitet wird.

„Fehlt nicht mehr viel, dann haben wir einen Ringverbund mit Aßling“, meinte Stadtrat Josef Fritz (CSU). Das diene zusätzlich der Versorgungssicherheit.

Von Michael Seeholzer

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