Berufsförderungswerk: Zurück zu den Wurzeln

Kirchseeon - Die historische Verbindung der beiden Landkreise Ebersberg und Garmisch-Patenkirchen soll belebt werden: Das Berufsförderungswerk (BFW) München in Kirchseeon hat seine Wurzeln in der Luttenseekaserne in Mittenwald. Jetzt will das BFW dort eine Geschäftsstelle eröffnen.

Der Zeitpunkt steht noch nicht fest. "Dieser Plan lässt uns hoffen", sagte Harald Kühn, Landrat aus Garmisch-Patenkirchen, der in Kirchseeon zu Gast war. Er setzt auf eine Realisierung des Projektes: "Es wäre für unsere Region ein großes Gewinn."

Das Ziel des BFW ist es, Erwachsene beruflich zu rehabilitieren, sagte Geschäftsführer Manfred Geier. Beispiel: Ein Dachdecker fällt vom Dach und kann seine Arbeit nicht mehr machen oder ein Bäcker bekommt eine Mehlstauballergie. Diese Menschen schnellstmöglich zurück auf dem Arbeitsmarkt integrieren ist das Ziel des BFW - und das mit Hilfe einer Umschulung.

Zwei Jahre werden die Teilnehmer vor Ort ausgebildet. Die Berufspalette reicht von der Kosmetikerin über Feinmechaniker bis zur Bürokauffrau. Geier: "Ganz nach dem Motto: Sie suchen neue Mitarbeiter? Wir bilden sie aus." Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 32. Im Jahre 2007 haben 86 Prozent der Absolventen einen festen Arbeitsplatz bekommen. Während der Ausbildung leben die meisten Teilnehmer im Internat des BFW.

Seinen Ursprung hat das BFW in Mittenwald. 1947 wurde die Luttenseekaserne zu einem Zentrum für Flüchtlinge umgebaut. "Sie erlernten Berufe wie Korbflechter und Buchbinder", erklärte Geier. Im Jahre 1951 wurde das Flüchtlingszentrum nach Gauting verlagert, weil die Kaserne wieder als solche genutzt werden sollte. Erst im Jahre 1974 wurde das BFW im Kirchseeon auf das Gelände des Lungensanatoriums gebaut.

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