Udo Ritterswürden (re.) hat „über die Maßen viel geleistet“. Dafür gab's einen Geschenkkorb und ein dickes Lob von Bürgermeister Josef Schwäbl. Foto: jro

Besonderer Dank an einen Tüftler

Bruck - Die Vereinsarbeit in Bruck funktioniert ohne Förderrichtlinien. Das machte Bürgermeister Josef Schwäbl beim Neujahrsempfang im Gemeindesaal Alxing deutlich und dankte den vielen ehrenamtlichen Unterstützern.

„Haben wir nicht. Brauchen wir nicht.“ Diese beiden Sätze kamen Josef Schwäbl kürzlich beim Ausfüllen eines Fragebogens zum Ehrenamt in den Sinn. In der Erhebung wurde unter anderem angefragt, ob es Förderrichtlinien oder Grundsatzbeschlüsse für die Unterstützung der Vereine in der Gemeinde gebe.

Die Brucker Förderrichtlinien lauten „zu mir kann jeder kommen, wenn er was braucht“, betonte der Bürgermeister. „Ohne Ehremant läuft nichts in einer Gemeinde und in der Gesellschaft“, konstatierte Schwäbl. Es gebe viele Oragnisationen und Verbände, die Ehrenamtliche begeistern, aquirieren und begleiten wollen, zudem viele Preise und Auszeichnungen zur Würdigung der ehrenamtlichen Verdienste. In der Gemeinde Bruck seien die Strukturen gewachsen, deshalb funktioniere es noch auf die persönliche und unkomplizierte Weise ohne Richtlinien und Grundsatzbeschlüsse.

Seinen Dank für die großartige Arbeit der Vereine und Organisationen für die Gemeinde und ihre Bürger bringt Schwäbl jedes Jahr mit einer persönlichen Einladung zum Neujahrsempfang zum Ausdruck. Ob Vereinsvorstand, Gemeinderat, Feuerwehrmann oder Erzieherin im Kindergarten - sie alle seien Stützen des gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde, hob Schwäbl hervor.

Auf Wasserwart Udo Ritterswürden sei in den letzten zehn Jahren besonders Verlass gewesen. Obwohl er nur als 400 Euro-Kraft in der Gemeinde angestellt gewesen sei, habe er „über die Maßen viel geleistet“. „Er ist ein Tüftler, der manch’ anderem Wasserwart was lernen konnte“, lobte Schwäbl. Udo Ritterswürden kenne jedes Rohr und jeden verdeckten Schieber in der Gemeinde, auf seine Aussagen sei immer Verlass gewesen. „Wenn jemand ein besonderes Interesse hat, dann hängt er sich rein“, sagte Schwäbl. Schweren Herzens müsse er den zuverlässigen Mitarbeiter ziehen lassen, weil dieser nun verstärkt seine Frau pflegen muss. Mit einem Geschenkkorb bedankte sich der Bürgermeister bei dem emsigen Wasserwart.

Dass es um die Zunkunft der kleinen Gemeinde Bruck nicht schlecht steht, zeigt die Geburtenstatistik: zwölf Kinder wurden im letzten Jahr in der Gemeinde geboren, die letzten Jahre waren es immer nur fünf oder sechs. Die Freude über den zahlreichen Nachwuchs stand Schwäbl ins Gesicht geschrieben, als er die kleinen Neubürger und ihre Eltern mit einem kleinen Geschenk begrüßte. Gerade für diese Altersgruppe konnte der Bürgermeister verkünden: „Der Umbau der Krippe ist nahezu abgeschlossen, Mitte Februar können wir an den Stat gehen“.

Christine Gerneth

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