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Betreuungsangebot soll Nachfrage erst wecken

Hohenlinden - Womöglich bahnt sich in Hohenlinden ein neuer Ansatzan, Kinderbetreuungsangebote wie Krippe, Hort und Mittagsbetreuung zu forcieren. Man setzt aufs Prinzip Angebot schafft Nachfrage.

Alle Gruppierungen haben im laufenden Wahlkampf das Thema Kinderbetreuungseinrichtungen und entsprechende infrastrukturelle Verbesserungen auf ihre Agenda geschrieben. Viele Mandatsträger blicken dabei auf das Schulgebäude. Und hoffen, nach dem Auszug der Teilhauptschule hier noch Räumlichkeiten zu finden, die genutzt werden können. Zum Beispiel für einen Hort, eine größere Mittagsbetreuung, eine Krippe. So viel Leerstand aber, wie manche vielleicht glauben, gibt es gar nicht. Das wurde klar bei einer Ortsbesichtigung. Dabei erklärte Schulleiterin Annett Taubert-Striese den Mandatsträgern, wie derzeit der Alltag in der nunmehr reinen Volksschule abläuft. Mit der Ausweitung des Pausenangebots sei zusätzlicher Raumbedarf entstanden. Geplant ist eine ständige Lernwerkstatt. Wünschenswert ein Seminarraum. Neu entstanden sei ein Raum für die künstlerische Gestaltung. Rege genutzt werde ein Computerraum im Keller, zumal inzwischen auch pädagogisch unbestritten sei, dass einfache PC-Kenntnisse auch im Grundschulalter nicht unbedingt schädlich seien. Die Nachfrage nach einer Arbeitsgemeinschaft PC jeweils mittwochs sei groß. Man habe, räumte die Schulleiterin ein, sicherlich in manchen Bereichen eine Situation, die man auch als "Luxus'' bezeichnen könne. Alles passiere aber zum Wohle der Kinder. Ungenutzt seien derzeit lediglich zwei bis drei Räume.

"Ich habe den Eindruck, dass das große Raumangebot viele pädagogische Möglichkeiten bietet'', schilderte Gemeinderat Leo Pointner seinen Eindruck, der von seinen Kollegen unterstrichen wurde. Taubert-Striese fügte an, dass erst bei einer durchgängigen Zweizügigkeit die Schule wirklich voll sei. Bei derzeit 24 bis 39 Zugängen pro Jahrgang sei auf absehbare Zeit aber von einer kompletten Zweizügigkeit nicht auszugehen. Heuer rechnet sie sogar damit, dass lediglich eine Erste Klasse zustande kommen wird.

Eine mittelfristige Veränderung sei denkbar dadurch, wenn die Gemeinde insbesondere interessanter werde für zuziehende junge Familien. Deshalb warb die Schulleiterin offen dafür, etwa die Mittagsbetreuung auszubauen oder einen Hort ins Leben zu rufen. Ihr Ansatz: Durch Angebote werde womöglich auch in Hohenlinden eine Nachfrage geweckt, die man nach den bisherigen Befragungen unter Bürgern noch nicht hat erkennen können.

Taubert-Striese: "Ein Hort ist ein echtes Lockmittel für junge Familien.'' Viele, die sich einen neuen Wohnort im Münchner Umland suchten, entschieden bei der Wahl ihrer neuen Heimat auch nach Faktoren wie Kinderbetreuungsangebote, ergänzte sie.

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