Schießerei an High School in Los Angeles: 15-Jähriger auf der Flucht

Schießerei an High School in Los Angeles: 15-Jähriger auf der Flucht
Kontrahenten Wand an Wand: Links der Getränkemarkt von Gerald Partusch, rechts Josef Hubers „Anzinger Eck“. foto: rm

Getränkemarkt-Betreiber bekriegen sich

Diese Biertragl-Posse spaltet Anzing

Anzing - Zwei Getränkemärkte Wand an Wand, und die jeweiligen Besitzer würdigen sich keines Blickes: Das gibt es seit kurzem in Anzing. Eine Posse, über die das ganze Dorf spricht.

Der eine sagt, der andere rede nur schlechtes Zeug über ihn. Der andere wiederum behauptet, der eine habe im Ort getönt, er werde ihn (also den anderen) fertig machen. Klingt verwirrend, ist es auch.

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Die Protagonisten: Auf der einen Seite der alteingesessene Anzinger Josef Huber (59), seit 30 Jahren selbstständiger Getränkelieferant und seit November Inhaber des "Anzinger Eck" (Schreibwaren- und Geschenkeladen sowie Getränkeverkauf und Postagentur unter einem Dach); auf der anderen Seite Gerald Partusch (60) aus Ismaning, der seit 2005 den kleinen Getränkeladen ums Eck betreibt.

Die beiden Läden befinden sich Wand an Wand und liefern die, nennen wir es: Biertragl-Posse von Anzing. "Er schaut mich nicht mehr an", sagt Josef Huber über Gerald Partusch. "Er grüßt mich nicht mehr", sagt Partusch über Huber. Die beiden Nachbarn spalten mit ihren Getränkeläden den Ort. Plakate "Wir bleiben da!" und "Wir gehören nicht zum Huber!" prangen im kleinen Schaufenster von Partuschs Laden.

"Der Partusch macht mich schlecht, wo es nur geht. Die Anzinger meiden mich", sagt Huber. Stimmt tatsächlich. "Bevor ich zu dem da gehe", empört sich eine junge Mutter und deutet auf Hubers "Anzinger Eck", "verdurscht ich lieber". Ein älterer Herr, ebenfalls Kunde bei Gerald Partusch, meint: "Was der Huber macht, das geht gar nicht. Zwei Getränkemärkte Wand an Wand, das gibt es in ganz Deutschland nicht."

Rückblick: Vor etwa 20 Jahren habe er den kleinen Getränkemarkt an Anzings Ampelkreuzung aufgebaut, erzählt Josef Huber. Geführt hat er ihn bis zum Jahr 2005, dann habe er das Geschäft aufgeben müssen, weil seine Frau schwer erkrankte. Huber verkaufte den Getränkemarkt an den damals arbeitslosen Programmierer Gerald Partusch. Die folgenden Jahre verliefen normal, Huber belieferte Partusch mit Getränken. "Wir hatten ein gutes Geschäftsverhältnis", berichtet der heutige Inhaber Gerald Partusch.

Dieses Verhältnis wurde Ende vergangenen Jahres jäh zerstört. Josef Huber, der mittlerweile zusammen mit seiner wieder genesenen Frau in Anzing ein Schreibwarengeschäft eröffnet hatte, schloss dieses Ende 2012, um in den ehemaligen Penny-Markt umzuziehen. "Wegen der Größe", sagt er. Von heute auf morgen habe Partusch ihm dann gesagt, dass er, Huber, keine Getränke mehr zu liefern brauche.

Die neue, 400 Quadratmeter große Verkaufsfläche müsse gefüllt werden, sagt Josef Huber. Mit der Postagentur und den Schreibwaren und Geschenkeartikeln allein sei das nicht möglich. Da er ja seit 30 Jahren einen Getränkevertrieb habe, was liege da näher, als selbst auch Getränke zu verkaufen?, fragt er und betont: "Es liegt mir fern, hier irgendjemanden kaputt machen zu wollen."

Gerald Partusch sieht die Sache anders. Er habe von mehreren Kunden gehört, dass sein neuer Nachbar ihn "fertigmachen" wolle. Weil er nichts mehr mit ihm zu tun habe und auch nicht mehr haben wolle, habe er die Schilder aufgehängt.

Wie soll’s weitergehen? "Ich bleibe auf jeden Fall da, ich gebe nicht kampflos auf", betont Gerald Partusch. Josef Huber sieht ebenfalls keinen Grund, den Getränkeverkauf aufzugeben.

Armin Rösl

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