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Die Poinger Grundschulklassen werden zum nächsten Schuljahr 2017/18 mit Multi-Touch-Systemen ausgestattet. Um den Unterricht hochmodern zu gestalten. 

An Poings Grundschulen

Bildschirme statt Tafeln

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Die alten Kreidetafeln haben in Poings Grundschulen bald ausgedient. Zum September 2017 werden sämtliche Klassen mit interaktiven Multi-Touch-Systemen ausgestattet. Kosten: rund 278 000 Euro.

Alle Grundschüler und deren Lehrer werden ab September 2017 mit hochmoderner Technik arbeiten: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, sämtliche Klassen in Poing-Nord und Poing-Süd mit Multi-Touch-Systemen auszustatten. Schluss mit Gequietsche und Staub an der Kreidetafel, künftig läuft der Unterricht hochmodern ab: An, auf und mit einem riesigen Bildschirm mit einer Diagonale von 2,30 Metern. Wie auf einem Handy oder iPad können Schüler und Lehrer auf dem Touchscreen arbeiten. „Bis zu zwölf Kinder gleichzeitig“, erläutert Angelika Hitzlsperger von der EDV-Abteilung im Rathaus.

Für das Schuljahr 2017/18 rechnen Gemeindeverwaltung und Schulleitungen mit insgesamt 36 Grundschulklassen: in der Anni-Pickert-Schule sowie in der neuen Zauberwinkel-Schule und der Grundschule Karl-Sittler-Straße. Letztere wird ab September 2017 für zwei Jahre in das neue Gebäude im Zauberwinkel ausgelagert, während die alte Schule in Poing-Süd abgerissen und durch eine neue ersetzt wird. Ist diese Maßnahme abgeschlossen, werden auch dort die Klassenzimmer mit der neuen Technik ausgestattet.

Für den Schulstart im September 2017 wird die Gemeinde Poing 27 Multi-Touch-Systeme anschaffen. Dazu werden die vorhandenen neun Whiteboards, die in der Anni-Pickert-Schule bereits im Einsatz sind, weiterhin genutzt. Macht zusammen 36, entsprechend der Anzahl der Klassen.

Warum ausgerechnet interaktive Tafelsysteme, die einem riesigen Computerbildschirm gleichen? „Die interaktiven Whiteboards gelten mittlerweile als veraltet“, sagt EDV-Mitarbeitern Hitzlspeger. Was vor fünf Jahren modern gewesen war, sei es mittlerweile nicht mehr. In Zeiten, in denen Grundschulkinder den Umgang mit Smartphones und iPads von zuhause bzw. den Eltern kennen, mache es Sinn, den Unterricht moderner zu gestalten. Deshalb: Multi-Touch mit Lehrer-Arbeitsplätzen.

Die Rektorinnen der beiden Poinger Grundschulen, Luitgard Stephan-Wagenhäuser (Anni-Pickert-Schule) und Tanja Markefka (Karl-Sittler-Straße), unterstützen das Vorhaben sehr. „Damit ist ein sehr moderner und guter Unterricht möglich“, sagt Stephan-Wagenhäuser. Die Kinder könnten mit dem neuen System leichter mit Lernprogrammen arbeiten.

Auch für die Lehrer seien die Multi-Touch-Systeme von Vorteil, erläutert Markefka: „Damit haben wir an allen Schulen ein einheitliches System, was insbesondere für die Fachlehrer, die an beiden Schulen tätig sind, eine Riesenerleichterung ist.“ Und: Die neuen interaktiven Tafelsysteme sind einfach und sehr bedienungsfreundlich, weshalb die Hemmschwelle bei manch älteren Lehrerinnen und Lehrern nicht groß sein werde, glaubt die Leiterin der Grundschule Karl-Sittler-Straße.

In den Mittelschulklassen der Anni-Pickert-Schule werden weiterhin die 19 mobilen Medienwagen eingesetzt, welche bereits angeschafft worden sind. Wenn die neue Grundschule in Poing-Süd fertig und ebenfalls komplett mit den Multi-Touch-Systemen ausgestattet ist, sollen die dann nicht mehr benötigten neun Whiteboards Poinger Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt werden.

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