Mehr Leistung, mehr Kapazität: Die Biogasanlage in Plienings Süden, Richtung Ottersberg gelegen, soll erweitert werden. foto: dul

Biogasanlage soll größer werden

Pliening - Der Betreiber der Biogasanlage südlich von Pliening plant eine Erweiterung. Der Bauausschuss hat nichts dagegen.

Der Betreiber der Biogasanlage südlich von Pliening, in der Verlängerung der Raiffeisenstraße, zieht eine Erweiterung der Anlage in Erwägung. Sie war ursprünglich von der Gemeinde als "privilegiertes Vorhaben" genehmigt worden. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses des Gemeinderates Pliening kamen die Pläne des Eigentümers Josef Kern auf den Tisch. Demnach soll die Leistung und damit die Kapazität der Fernwärmeleistung erhöht werden. Damit einher gehend sollen Anschlussmöglichkeiten für weitere Abnehmer geschaffen werden. "Die beabsichtigte Erweiterung bedarf einer immissionsschutzrechtlicher Genehmigung", klärte Bürgermeister Georg Rittler in der Ausschuss-Sitzung auf. Durch die Baugenehmigung für die bestehende Anlage werde dies nicht mehr gedeckt.

Wie Rittler erläuterte, soll der Betrieb zusätzlich eine Hackschnitzeltrocknung und eine Trockenanlage für Körnermais bekommen. Um dies realisieren zu können, seien außerdem zusätzliche Hallenkapazitäten erforderlich zur Lagerung und Trocknung, sowie weitere Lagerflächen. Zudem sei absehbar, dass für die bestehende Landwirtschaft zusätzliche Hallenflächen und ein Betriebsleiterwohnhaus nötig sind, endete Rittler.

Um dies alles umsetzen zu können, hat der Eigentümer die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beantragt - für ein Areal, das insgesamt rund 4,7 Hektar groß ist. Weil das Grundstück mit allen bereits realisierten und den noch geplanten Baumaßnahmen mindestens 150 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt und als Landwirtschaft dargestellt ist, sahen die Mitglieder des Bauausschusses keinen Diskussionsbedarf.

Wie Bürgermeister Georg Rittler informierte, sei in einem Vorgespräch mit der Regierung von Oberbayern deutlich geworden, dass das Vorhaben mit dem Landesentwicklungsplan vereinbar sei, weil bestimmte Vorgaben (wie etwa das regionale Trenngrün) in allen Punkten eingehalten würden. Auch die Erschließung durch den öffentlichen Feldweg Fastlwinkel sei gesichert.

"Wir wollen auch in Pliening die Energiewende weiter voranbringen. Hier wird Nahwärme für Häuser und Wohnungen in unmittelbarer Nähe erzeugt", warb Rittler für die Erweiterung. Die Ausschuss-Mitglieder folgten dieser Meinung und empfahlen dem Gemeinderat, in seiner nächsten Sitzung das Vorhaben zu genehmigen.

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