Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg

Zahlreiche Verletzte bei Unruhen am Tempelberg
Robert NiedergesäßLandrat: „Die Verlegung steht nicht zur Disposition.“

Es bleibt dabei: Flüchtlinge ziehen um

Grafing - Die Verlegung von Flüchtlingen von Grafing in die Traglufthalle nach Pliening steht „nicht zur Disposition“. Das betonte Landrat Robert Niedergesäß.

Der Umzug werde am Dienstag beginnen. Niedergesäß regierte damit auf Kritik von Asylhelfern, die schlechtere Bedingungen für die Betreuten befürchten. Der Landrat warb in einem offenen Brief um Verständnis. Die Grafinger Helfer sollten der Unterbringung in Pliening „eine Chance geben, ohne diese bereits im Vorfeld zu verteufeln“ und „an einem positiven Prozess mitzuwirken“, in dem die Helfer den Flüchtlingen die Hintergründe erklärten und ermutigten, nach Pliening zu ziehen. Dem Landratsamt sei bewusst, dass die Integration in kleineren Einheiten eine bessere Grundlage biete. Jedoch schließe dies nicht aus, dass das auch in größeren Einheiten funktionieren könne, „wenn alle Beteiligten zusammenwirken“.

Der Umzug ist laut Landrat eine Konsequenz der stark zurückgegangenen Zugänge von Asylbewerbern. Im Landkreis Ebersberg gebe es seit Mitte März keine Neuzugänge. Bis auf weiteres würden auch keine weiteren Flüchtlinge kommen. Deshalb könnten nun primär die Standorte an den Schulen des Landkreises aufgelöst werden. Dazu zählten auch die Container am Gymnasium Grafing. Das sei ebenso um eine Notunterkunft. Man dürfe nicht verschweigen, das diese Unterkunft gerade zur kalten Jahreszeit sehr in der Kritik stand, weil die Sanitär- und Küchenräume nur extern erschlossen sind, so der Landrat. Die Traglufthalle in Pliening biete Platz für derzeit 268 Personen. Aufgrund der zurückgegangenen Zugangszahlen sei der Landkreis von der Regierung aufgefordert worden, die Halle komplett zu belegen, da sie vollständig ausgestattet und unter anderem mit Catering versorgt werde. Durch das parallele Aufrechterhalten der kleinen Standorte, wie zum Beispiel am Gymnasium Grafing, entstünden intensive Kosten, die nicht erforderlich seinen.

Landrat Niedergesäß betont zudem: Die Verlegung sei keine Maßnahme gegen das Engagement des Ehrenamtes und die Integration, sondern Konsequenz der aktuellen Situation. lan

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