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Initiator Harry Kummerer war mit einer kleinen Delegation ins Rathaus gekommen.

Petition für den Erhalt

Bolzplatz: Pöringer gehen auf die Barrikaden 

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Anlieger fürchten um ihren Bolzplatz in Pöring: Am Montag wurde im Rathaus eine Petition für den Erhalt der Freizeiteinrichtung übergeben.

Zorneding – Eigentlich sollte am heutigen Dienstag im Gemeinderat Zorneding der Bebauungsplan Tannenstraße in Pöring beraten werden. Es geht um den Neubau von Doppelhäusern am Ortsrand. Doch der Punkt wurde nun kurzfristig abgesetzt. Das Thema hatte in jüngster Zeit für Aufregung gesorgt. Denn unter anderem befürchten Anlieger negative Auswirkungen auf den dortigen Bolzplatz gegenüber des Waldspielplatzes (wir berichteten). Am gestrigen Montag wurde im Rathaus eine Petition für den Erhalt der Freizeiteinrichtung übergeben.

Die Absetzung des Tageordnungspunktes habe nichts mit der Petition zu tun, betonte Bürgermeister Piet Mayr (CSU) auf Anfrage der Ebersberger Zeitung. Eine Beschlussfassung wäre problemlos möglich gewesen. Es seien jedoch noch Anregungen des Landratsamtes zum Immissionsschutz und Naturschutz eingegangen. Diese sollten nach Ansicht der Verwaltung im Bebauungsplan berücksichtigt werden. Hier müsse der Planungsverband tätig werden, so Mayr. Es sei sinnvoller, die Änderungen gleich in den Bebauungsplan einarbeiten zu lassen und dann in einem Schritt zu entscheiden. „Zudem hat so der Entwurfsverfasser gegebenenfalls schon im Vorfeld die Möglichkeit, seine Planung gegenüber dem Landratsamt zu vertreten und eine mit Landratsamt und Grundstückseigentümer abgestimmte, geänderte Planung vorzulegen“, begründet Mayr seine Entscheidung gegenüber den Gemeinderäten.

464 Unterschriften dafür

Es geht jedoch um mehr als den Bolzplatz, den die Anlieger in Gefahr sehen. Es geht auch um das Gefühl der Pöringer, seit der Eingemeindung nach Zorneding in den 1970er Jahren benachteiligt zu werden. Bei der Übergabe von 464 Unterschriften am Montag für den Erhalt der Freizeiteinrichtung, kam das Thema nun erneut zur Sprache. Initiator Harry Kummerer war mit einer kleinen Delegation ins Rathaus gekommen. Er betonte, nach seinen Informationen soll es Unterlagen geben, in denen Nutzungsfestlegungen unter anderem für den Bolzplatz festgeschrieben sind. „Wir haben den Notarvertrag aber nicht in unseren Unterlagen“, so Mayr. Man werde sich jedoch auf die Suche machen. Nachdem das Thema nun zunächst vertagt wurde, „haben wir ein bisschen Luft“.

„Wir müssen jetzt auf alle Fälle dran bleiben“, betont Kummerer. Zudem sollten sich diejenigen, die wegen der Petition aktiv geworden sind, besser vernetzen und auch andere Bürger informieren. „Die Pöringer müssen grundsätzlich besser zusammenhalten“, fordert er.

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