Bürgermeister Walter Brilmayer (re.) bei der Bürgerversammlung im nicht ganz voll besetzten Saal der Sieghartsburg. Foto: Stefan Rossmann

Brilmayer erteilt "Kiste" erneut klare Absage

Ebersberg - Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer hat den Plänen der Besitzgemeinschaft Otter/Wamsler und deren Investors, im Herzen der Kreisstadt eine „City-Galerie“ mit zwei großen Einkaufsmärkten und zahlreichen kleineren Geschäften zu bauen, eine klare Absage erteilt.

Bei der Bürgerversammlung sagte das Stadtoberhaupt am Freitagabend, man dürfe nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Auge haben, man müsse auch auf das Stadtbild achten. Das geplante Gebäude bezeichnete Brilmayer angesichts seiner Ausmaße als „Kiste“.

Der CSU-Politiker erläuterte, dass die Stadt in der Vergangenheit in Absprache mit der Besitzgemeinschaft einen Bebauungsplan für das Areal zwischen Rewe-Markt am Bahnhof und Kreissparkasse am Marienplatz aufgestellt habe. Dieser Plan sei seit zwei Jahren rechtskräftig und habe einen „Haufen Geld“ gekostet. Für die City-Galerie müsste der Plan geändert werden, der Stadtrat wolle aber an dem bestehenden Konzept grundsätzlich festhalten. Brilmayer: „Wir wollen den Einzelhandel fördern, wir sind aber nicht bereit, den bestehenden Bebauungsplan komplett über den Haufen zu werfen.“

Der Investor habe der Stadt klare Bedingungen gestellt, was Größe und Anbindung der City-Galery angeht. Er habe vom Stadtrat eine Garantie gewollt, dass es auch in Zukunft bei der Einbahnstraßenregelung in der Heinrich-Vogl-Straße bleibe, denn nur so sei das Gebäude für Lieferanten und Kunden anzufahren. Brilmayer sagte, dass man diese Garantie nicht geben könne. Im Moment werde ein innerstädtische Verkehrskonzept erstellt, das den Einbahnstraßenring im Hinblick auf die Eröffnung der B304-Südumgehung 2010 in Frage stelle. Von der Mehrheit der Gewerbetreibenden werde die Einbahnstraßenregelung als nachteilig empfunden.

„Es gibt viele Investoren und es gibt viele Konzepte“, so Brilmayer, der auch von einem neuen Investor sprach, der das Projekt in etwa so umsetzen wolle wie es mit dem Bebbauungsplan vereinbar sei.

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