Derzeit beherbergt der Betrieb in Bruck 30 Pferde und andere Tiere. „Wir dürfen nichts verdienen, doch die Tiere haben weiter Hunger“, sagen die Verantwortlichen.
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Derzeit beherbergt der Betrieb in Bruck 30 Pferde und andere Tiere. „Wir dürfen nichts verdienen, doch die Tiere haben weiter Hunger“, sagen die Verantwortlichen.

„Alte Mühle“ in Bruck

Wegen Corona geht das Geld aus: Gnadenhof-Tieren droht die Tötung - nur Spenden können noch helfen

Der Gnadenhof „Alte Mühle“ in Bruck kämpft ums Überleben. Er hat coronabedingt keine Einnahmen mehr. Jetzt droht den Tieren die Tötung.

Bruck – Kein Futter für die Tiere: Die „Alte Mühle“ in Bruck bittet um Spenden. Der Gnadenhof ist für viele verletzte und geschändete Tiere – anders als in einem Tierheim – die letzte Anlaufstelle. Derzeit beherbergt der Familienbetrieb 30 Pferde sowie zwei Schafe, zwei Schweine, vier Hunde und drei Katzen, sagt Julia Rogg.

Gnadenhof „Alte Mühle“ in Bruck: Wegen Corona fließt nichts mehr in die Kasse

Der Pferdehof gab normalerweise rund 200 Kindern pro Woche Reitunterricht und vermietete Ferienwohnungen, um die Kosten für Futter und Pflege decken zu können. Er bot außerdem diverse pädagogische Programme und Therapien für Kinder in Kombination mit Tieren und Natur an.

„Seit 8. Dezember ist nicht einmal mehr Einzelunterricht erlaubt“, sagt Rogg. Wegen des Corona-Lockdowns kämen momentan keinerlei Einnahmen mehr herein. „Wir dürfen nichts verdienen, doch die Tiere haben weiterhin Hunger“, erklärt Rogg die dramatische Lage. Rund 10 000 Euro monatliche Fixkosten habe der Hof, erklärt sie. Tierarzt, Hufschmied oder Operationen verletzter Pferde nicht mitgerechnet. Ein Pferd allein koste am Tag etwa zehn bis 20 Euro. Staatliche Hilfe für die vergangenen Monate sei ebenfalls noch in weiter Ferne.

Tieren auf Gnadenhof „Alte Mühle“ droht die Tötung - wegen Corona

Der Hof, der unter der Leitung von Roggs Mutter Regina Peter steht, habe schon mit „Merchandise“ versucht, ein wenig Geld hereinzubekommen. Bedruckte Hoodies und T-Shirts, sowie Jahreskalender mit Fotos der Tiere verkaufte er. Der Umsatz daraus sei aber zu gering.

Mithilfe von Spenden, Tierpatenschaften und „Möhren-Abos“ hoffen die Leiter nun als „letzte Chance“, die Tiere durchfüttern zu können. Das bedeutet einmalige oder monatliche Beträge, die zur Tilgung der Futterkosten beitragen.

Auf Spenden und Tierpatenschaften angewiesen: Gnadenhof „Alte Mühle“ bittet um Hilfe

Bei einer einjährigen Tierpatenschaft gebe es etwa die Möglichkeit, dass der Pferde-Pate Fotos und Infomaterial über das Paten-Pferd bekomme. Das Nennen auf einer Spendertafel sei ebenfalls möglich.

Sonst müssten sie im schlimmsten Fall Tiere aufgegeben, also töten, befürchtet die Tierpflegerin. Dies wäre der „Verlust des Lebenswerkes meiner Mutter“, sagt Rogg.

Spendenkonto

Regina Peter; IBAN: DE 45 7025 0150 0000 255 901 Kreissparkasse Ebersberg. PayPal: regina.peter@kinderwerkstatt.de

Raffael Scherer

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