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Zu schmal, zu kurvig? An der verkehrsmäßigen Erschließung des Taglachinger Gewerbegebietes besteht Kritik.

Bund Naturschutz meldet sich zu Wort

Gewerbegebiet Taglaching wieder im Kreuzfeuer der Kritik

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Bruck - Die Diskussion um das umstrittene Brucker Gewerbegebiet bei Taglaching hat wieder an Fahrt aufgenommen. Zuerst kritisierten die betroffenen Nachbarkommunen Grafing und Moosach die geplante Verkehrsführung, jetzt meldete sich auch der Bund Naturschutz zu diesem kritischen Punkt wieder zu Wort

Die Kritik zielt dabei in dieselbe Richtung, in die sich auch der Moosacher Gemeinderat und der Grafinger Bauausschuss äußerten: Die schmale und kurvenreiche Staatsstraße von Moosach nach Grafing-Bahnhof sei „gänzlich ungeeignet“, einen Schwerlastverkehr aufzunehmen. Auch mit der Renovierung sei die Straße nicht breiter geworden. „Die Breite von 4,90 Metern entspricht nicht einmal dem Regelquerschnitt einer Ortsverbindungsstraße“, moniert die Naturschutz-Kreisgruppe Ebersberg. Ihre Sorge: „Dadurch würde sich auch das Gefahrenpotential für den Freizeit- und Ausflugsverkehr von Grafing zu den beliebten Ausflugsgaststätten in Taglaching und in Falkenberg sowie zum nahegelegenen Steinsee gravierend erhöhen.“

Die Naturschützer argumentieren sinngemäß so: Wenn Lastwagen mit einer Breite von 2,50 Metern auf der schmalen Straße mit dem Personenverkehr um den wenigen Platz konkurrieren müssten, würden nicht nur die Radler auf der Strecke bleiben. Wie bereits berichtet, trifft das genau die Kritik, die auch von der Stadt Grafing erhoben wurde, die deswegen ein Rechtsabbiegegebot aus dem Taglachinger Gewerbestandort Richtung Grafing-Bahnhof kategorisch ablehnt. Die Moosacher wiederum wollen den Schwerverkehr auch nicht und drohen wie die Grafinger Nachbarn mit Tonnagebeschränkungen. Die Erschließung des Gewerbegebietes für schwere Lastwagen ist damit in Gefahr.

Eine weiterer Knackpunkt: Da das Gewerbegebiet Taglaching Süd fast bis an die Gemeindegrenze von Grafing heranreiche, würden damit „Belange der Stadt als künftiger Baulastträger unmittelbar berührt“. Sollten nämlich aufgrund des zu erwartenden Mehrverkehrs durch Lieferfahrzeuge, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter Ausbauerfordernisse entstehen, wollen die Grafinger nicht auf diesen Kosten sitzen bleiben. „Die Stadt muss angesichts dieses Umstandes bereits im Bebauungsplanverfahren auf eine verbindliche Klärung über den künftigen Ausbau der Straße und des Kostenausgleichs bestehen“, so der Grafinger Bauausschuss.

Für den Bund Naturschutz ist in dieser Situation allein die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes ein geeignetes Instrument, einen gänzlich neuen Standort zu finden. Auf der Tagesordnung zur gestrigen Brucker Gemeinderatssitzung stand die Vorstellung eines ersten Entwurfs.

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