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"Unser Wasser ist sauber", sagt Brucks Bürgermeister Josef Schwäbl (CSU).

Nach Glyphosat-Verdacht

Bürgermeister Schwäbl: Kein Glyphosat im Brucker Wasser

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Bruck - Brucks Bürgermeister Josef Schwäbl (CSU) ist erleichtert. Nicht einmal Spuren des Pflanzengifts Glyphosat habe die Untersuchung des Wassers aus dem gemeindlichen Versorgungsnetz ergeben. Den Test habe das Labor „Agrolab“ durchgeführt. „Unterhalb der Nachweisgrenze“, so Schwäbl.

„Ich bin froh darüber“, sagte der Brucker Rathauschef gegenüber unserer Zeitung. Das werde er so auch der Bevölkerung mitteilen. Die könne sich dann selbst ein Bild machen. Glyphosat wird in der Landwirtschaft eingesetzt und steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Für Aufregung hatte vergangene Woche der Vorwurf von Johann Auberger aus dem Brucker Ortsteil Taglaching gesorgt. Er präsentierte das Ergebnis eines Labors aus Leipzig. Demnach sei im Brucker Wasser Glyphosat gefunden worden und zwar sogar 20 Prozent über dem Grenzwert. Auberger hatte schwere Vorwürfe gegen die Gemeinde erhoben. Schwäbl hatte daraufhin schnell reagiert und eine Beprobung des Wasser in Auftrag gegeben.

Das Ergebnis wundere ihn nicht, sagte Auberger. Die Gemeinde wolle die Diskussion schnell beenden und dann so weiter machen wie bisher. Auberger will jedoch nicht locker lassen. „Schließlich geht es um die Gesundheit der Menschen.“ Auberger hat inzwischen eine weitere Probe an ein Labor in Bremen geschickt. Das Ergebnis dürfte seiner Ansicht nach in etwa zwei Wochen vorliegen. Dass nicht einmal Spuren des Pflanzengifts im Brucker Wasser gefunden worden seien, kann sich Auberger nicht vorstellen. „Ich weiß zuverlässig, dass hier viel gespritzt wurde.“ Schwäbl hatte jedoch vergangene Wochen erklärt, er „wüsste jetzt keine Fläche, die im Umkreis abgespritzt worden wäre.“

Wie aber kann es zu so unterschiedlichen Ergebnissen kommen? Es gebe unterschiedliche Messmethoden, so Andrea Lindner, Geschäftsführerin des von Auberger beaunftragten Labors "BioCheck" in Leipzig. Um die Diskrepanz aufklären zu können, könne sich die Gemeinde an ihr Labor wenden, sagte Lindner. Man habe die von Auberger an das Labor geschickte Probe inzwischen nochmals untersucht. Das erste Ergebnis sei dabei bestätigt worden. Falls notwendig, könnte ihr Labor auch Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen, das jetzt das Wasser getestet habe.

Vielleicht sei bei der aktuellen Untersuchung für die 

Gemeinde das Messraster auch zu grob angesetzt worden, mutmaßt Auberger. „Dann ist schon möglich, dass Null rauskommt.“

Zunächst wird sich nun das Ebersberger Gesundheitsamt mit den Testergebnissen beschäftigen, wie dessen Leiter Hermann Büchner erklärte. Er habe bereits vergangene Woche Kontakt mit Auberer gehabt. Die aktuellen Werte der Gemeinde lägen ihm noch nicht vor.

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