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Schimmel an den Wänden im Altarraum: Die kleine Kirche St. Kastulus in Pullenhofen (Gemeinde Bruch) ist von einem massiven Feuchtigkeitsproblem betroffen.

In Pullenhofen (Gemeinde Bruck)

Kleines Gotteshaus schimmelt vor sich hin

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Pullenhofen - Die Kirche in Pullenhofen ist zwar nicht der älteste Sakralbau in der Gemeinde Bruck, trotzdem sieht das Gotteshaus ganz schön alt aus. Dabei wurde das Kirchlein vor Jahren schon einmal grundsaniert. Wie geht es jetzt weiter?

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen kleinen verputzten Tuffquaderbau mit eingezogenem quadratischem Chor. Die Kirche ist im Kern spätromanisch um 1250, später erfolgte eine Barockisierung mit Zwiebelhaube. Der Bau ist dem Heiligen St. Kastulus gewidmet und steht in der Denkmalliste. Das macht eine Sanierung nicht einfacher, weil dabei Auflagen erfüllt werden müssen.

St. Kastulus war vor seiner Heiligsprechung der Überlieferung nach Kämmerer des römischen Kaisers Diokletian und die Kämmerei der Gemeinde Bruck wird vermutlich einen Schutzheiligen gebrauchen können, denn die Sanierung wird einen Batzen Geld verschlingen. Trotzdem meint Bürgermeister Josef Schwäbl: „Wir sind ethisch-moralisch verpflichtet. Wir können die Kirche nicht verfallen lassen.“

Das sahen auch die Brucker Bürger schon einmal so. Unter dem Vorgänger von Schwäbl, Josef Riedl, wurden damals für eine Sanierung unter den Einheimischen Spenden gesammelt. Der jetzige Bürgermeister erinnert sich, dass für das eingenommene Geld unter anderem innen der Putz abgeschlagen und erneuert wurde, denn die Kirche hat ein Feuchtigkeitsproblem. Deshalb wurde auch außen herum abgegraben. Die Wirkung dieser Maßnahmen war offensichtlich nicht die erwünschte. Das Feuchtigkeitsproblem kehrte wieder und mit ihm auch der Schimmel in der Kirche. „Da sind damals viele Fehler passiert“, sagt der Bürgermeister ohne konkreter zu werden. Die Brucker selbst jedenfalls haben ihren guten Willen bewiesen und tatkräftig mitgeholfen. Schwäbl sagt deswegen klipp und klar: „Ich kann für die Renovierung nicht ein zweites Mal zum Spendensammeln gehen.“

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte der Bürgermeister die Ratsmitglieder über den aktuellen Stand. Er will jetzt mit dem Denkmalamt „ins Gespräch kommen“. Vielleicht wird auch noch mal ein Gutachter eingeschaltet, der nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen soll, das Raumklima betreffend. Im Gespräch ist unter anderem der Einbau einer Lüftung, berichtet der Bürgermeister. Was die Sache nicht einfacher mache, sei der Personalwechsel beim Denkmalamt. Es gebe neue Ansprechpartner. Bei der ersten Spendenaktion waren damals über 50 000 Euro zusammengekommen. Auch wurde ein Teil der Renovierung in Eigenleistung von Bürgern erbracht.

Schwäbl hofft, dass sich das Denkmalamt an den Kosten beteiligen wird und auch die Gemeinde werde einen Beitrag leister müssen.

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