Windradbau in der Gemeinde Bruck

Jetzt fällt die Entscheidung

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Bruck - Der Dienstag, 26. April, ist für die Befürworter der Windkraftnutzung im Landkreis ein wichtiger Tag. Vor dem Verwaltungsgericht München wird in einer Verhandlung (ab 14 Uhr) geklärt, ob die Genehmigung der Windenergieanlage in Hamberg in der Gemeinde Bruck rechtens ist oder nicht.

Beklagter ist der Freistaat Bayern. Es ist bereits der zweite Verhandlungstag. Die erste Runde in diesem Fall hatte Mitte Januar stattgefunden.

„Das wird spannend“, blickt der Ebersberger Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr nach München. Streitgegenstand des Verfahrens ist die immissionsschutzrechtliche Genehmigung des Landratsamtes Ebersberg für die Errichtung und den Betrieb einer Windkraftanlage. Vor dem Verwaltungsgericht treffen sich als Kläger zum einen die Vertreter der Bauherrin, der Osterkling GmbH, sowie Bevollmächtigte des Landesbund für Vogelschutz. Auch Nachbarn des Bauvorhabens treten als Kläger auf.19

Die Bauherren wenden sich gegen diverse Nebenbestimmungen zum Artenschutz, die ihrer Ansicht nach den Betrieb der Anlage in deren Wirtschaftlichkeit beeinträchtigen würden. Und dabei geht es nicht nur um entgangenen Profit. Denn wenn eine Windenergieanlage nicht 60 Prozent der Leistung erwarten lässt, die die Anlage normalerweise erwirtschaften würde, darf sie nicht gebaut werden. Die Osterkling GmbH hat ein Gutachten vorgelegt, dass der Anlage bescheinigt, sie würde über 60 Prozent der Energieausbeute erwirtschaften. Die Ertragsprognose soll beim neuen Verhandlungstermin noch einmal präzisiert werden.

Dem Landesbund für Vogelschutz hingegen geht es um den Schutz des Rotmilans und des streng geschützten Baumfalken. Bei diesem Punkt hat Richterin Andrea Breit besonders genau zugehört. Die Fragen, die sie in diesem Zusammenhang stellte, ließen erkennen, dass sie tendenziell für die dort vorkommenden Greifvögel kein signifikant erhöhtes Tötungsrisiko erkennt. Milan und Baumfalke würden bei der Nahrungssuche vor allem die Thermik an den Hängen des Brucker Mooses nutzen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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