Bürgerinitiative: DSL nur per Kabel!

Aßling - Der Verein Mobilfunk mit Grenzen warnt vor Funklösungen zur Versorgung dünn besiedelter Gebiete mit schnellen DSL-Internetanschlüssen.

Gerade für ländliche Gemeinden werde das Thema DSL in letzter Zeit stark in den Vordergrund gestellt. Diese Diskussionen verfolge der Verein mit Sorge, zumal auch die Bundesregierung sowie das Bundesamt für Strahlenschutz dazu aufriefen, die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren und auf Funkverbindungen zu verzichten.

Am Beispiel der Gemeinde Aßling zeige sich, so Trudi Christof von der Bürgerinitiative, dass sich die gewünschte Kabellösung vorbildlich umsetzen lasse: „Obwohl die ersten Kostenvoranschläge der Telekom immens hoch waren, blieb die Gemeinde hartnäckig und konnte im Laufe der Verhandlungen eine Halbierung des ursprünglichen Kostenangebotes erreichen. Nach einem Aufruf der Gemeinde haben sich dann noch interessierte Bürger an den Gesamtkosten beteiligt, so dass die Kabellösung durchaus finanzierbar war“, berichtet Christof.

Funklösungen seien zwar vordergründig konkurrenzlos billiger als Kabellösungen, aber auch mit schwerwiegenden Nachteilen verknüpft. So könne bei starkem Schneetreiben oder Platzregen die Verbindung abbrechen. Zudem seien sie nicht abhörsicher, was beispielsweise beim Online-Banking problematisch ist.

Auch sei bei der Funkverbindung die Kapazität begrenzt und schließlich erhöhen sie die gesundheitlich bedenkliche Belastung mit Elektrosmog. Im übrigen würden in Fachkreisen die Glasfaserkabel oder Koaxial-Kabel als einzig brauchbare, zukunftsträchtige Lösung für DSL-Anschlüsse gehandelt. Sie könnten inzwischen kostengünstig durch Wasser- oder Abwasserrohre geschossen werden.

Christof: „Es ist daher nicht einzusehen, dass im ländlichen Raum qualitativ minderwertige Funklösung die kabelgebundene Versorgung notdürftig ersetzen soll. Auch im Kreisausschuss wurden am 10.11.08 entsprechende Anträge behandelt mit dem Ergebnis, dass der Landkreis Ebersberg die Gemeinden bei der Planung einer DSL-Versorgung unterstützen wird – vorrangig für kabelgebundenes DSL.“

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