„Schlecht ist, wenn man von außen getrieben wird“: Hans Fent (50) am Dienstag bei seiner Vorstellung. Foto: sro

Bürgermeisterwahl: Hans Fent (50) soll's machen

Aßling - Der Aßlinger „Böhm“ heißt Hans Fent, ist 50 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder - und kein Parteibuch. Er will an die Spitze des Aßlinger Rathauses. Am Dienstag präsentierten SPD, Grüne und Freie Wähler ihren Kandidaten

Für die Nachfolge des verstorbenen Bürgermeisters Werner Lampl, hatte die CSU schon vor Wochen Sebastian Brilmayer ins Rennen geschickt, der von der UNL unterstützt wird. Den 34-Jährigen soll Hans Fent in die Schranken weisen.

Unisono kokettierten die Spitzen des Dreierbündnisses aus SPD/Grüne/Freie am Dienstag beim „Pressefrühstück“ mit dem Erfolg des Grafingers Ernst Böhm (SPD), der bei der zurückliegenden Landratswahl als Quereinsteiger in die Politik der CSU das Fürchten gelehrt hatte. Sie lehnten aber „Parallelen“ entschieden ab. „Man muss unseren Kandidaten nicht schön reden. Der ist schon super genug. Den muss man nicht vergleichen“, sagte etwa die langjährige frühere Aßlinger Gemeinderätin Waltraud Gruber (Grüne). Karen Schiöberg-Fey (SPD) gab sich mit Blick nach vorn noch selbstbewusster: „Das ist zu gewinnen. Und da gewinnt einer, der auch das Zeug dazu hat.“ Dafür blickte Hugo Kasper (FW) kurz zurück: „Es war nie ein Thema, dass der Kandidat eine bestimmte Parteifarbe haben soll.“ Wichtig sei einfach, dass die Aßlinger am 22. September die Wahl hätten. Erst vor 14 Tagen war Fent vom SPD-Ortsvorsitzenden Toni Spielberger wegen einer etwaigen Kandidatur angesprochen worden. Jetzt bei seiner Vorstellung lag schon ein fertiges Faltblatt auf, mit dem er unter dem Motto „unabhängig, erfahren, kompetent“ für sich werben will.

Also Motivation für die Bereitschaft zur Kandidatur verwies er auf seinen beruflichen Erfolg als Abteilungsleiter in der Industrie und dass er sich schon immer für etwas Neues habe begeistern lassen. „Etwas Neues aufzubauen war immer eine tolle Sache für mich.“

Der designierte Kandidat, der am Freitag, 26. Juli, bei einer Nominierungsversammlung des Dreierbündnisses im Ratszimmer auf den Schild gehoben werden soll, gab auch schon Einblicke in seine Arbeitsweise. „Wenn man was umsetzen will, muss man alle im Boot haben“, spielte er auf sein integratives Rollenverständnis an. „Schlecht ist, wenn man von außen getrieben wird. Also muss man vorbereitet sein“, beschrieb er seinen Ansatz. Ganz ehrlich bekannte Fent, dass er noch nicht für jedes Aßlinger Problem jetzt schon einen Lösungsansatz habe. Zu frisch sei noch seine Entscheidung zur Kandidatur, warb er um Verständnis. Nach vorhergehender Analyse würden zeitnah die richtigen Schritte erarbeitet und bei Veranstaltungen, Infoständen, an Haustüren und auf der Homepage www.hans-fent.de für sie geworben. Denn bislang liest sich noch etwas allgemein, was in Aßling „angepackt“ werden müsse. Fent verspricht aber schon jetzt eine „klare Organisation der Gemeindeaufgaben unter dem Gesichtspunkt eines Dienstleisters“, unter dem Stichwort „Verbindlichkeiten“ die „optimale Verwaltung des Gemeindeeigentums“, will beim Thema Infrastruktur „eine Prioritätenliste der dringlichsten Aufgaben und Notwendigkeiten erstellen“ sowie für die Zukunft „neue Ideen für die Weiterentwicklung und für maßvolles Wachstum“ beitragen.

Eberhard RIenth

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