Zweimal lächeln: Brilmayer präsentiert Brilmayer. Foto: sro

Bürgermeisterwahlkampf: Dreifaches "M"

Ebersberg - Was muss ein Bürgermeister wie Walter Brilmayer (CSU) können? „Die Wirtschaft voran, die Leute an einen Tisch, die Paare zusammen bringen . . .“

Und: „35 Millionen verwalten, ohne plus und minus zu verwechseln“ - ein kleiner Seitenhieb auf die Bundesfinanzverwaltung. Oder: „Öko und logisch handeln.“

Mit einer unkonventionellen Broschüre ist am Dienstag der amtierende Ebersberger Rathauschef vor Pressevertretern im Café Freundl in seinen Wahlkampf eingestiegen. Und weil eine Bürgermeisterwahl eine reine Persönlichkeitswahl ist, dreht sich in dieser Broschüre alles um die Frage, was Brilmayer in seiner Funktion als Stadtoberhaupt, Chef von 100 Mitarbeitern und Rathausboss seit 1994 gemacht hat und was er in Ebersberg noch vorhat, wenn er am 11. März wiedergewählt wird.

„Viel getan - viel zu tun“ ist dabei sein Motto. Die Broschüre dient ihm als Mittel, sich dem Bürger der Kreisstadt darzustellen als „einer der ihren“. Brilmayer als dreifaches „M“: Macher, Mitarbeiter, Mitmensch. Bezahlt wurde die Information von der CSU, der Brilmayer angehört. Er sagt aber auf eine entsprechende Nachfrage sofort dazu: „Ich bin der Bürgermeister von allen.“ Und: „Es ist nicht alles CSU, was in Ebersberg gemacht worden ist. Ich habe mich immer bemüht, mein Amt überparteilich auszuüben.“ Brilmayer will in den verbleibenden Wochen einen aufsuchenden Wahlkampf“ machen. Die Broschüre hat er dabei im Gepäck, wenn die „CSU vor Ort“ ihrem Frontmann Schützenhilfe leistet. 7000 Stück sind aufgelegt worden. „Ich will die Themen ansprechen, die die Menschen im jeweiligen Stadtteil interessieren. Eine klassische Wahlveranstaltung mache ich überhaupt nicht“, informiert der CSU-Kandidat.

Ein Lob für die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die Weiterentwicklung des Waldmuseums, das neue Ärztehaus samt Parkdeck, die Stärkung des Ehrenamtes, weitere Räume für die Erwachsenenbildung und eine Erweiterung des Waldsportparks: Auch das findet Platz in der Broschüre. „Am Ende geht es in einer Kommune immer um konkrete Dinge. Die besten Lösungen findet man im gemeinsamen Ringen“, sagt Brilmayer.

Von Michael Seeholzer

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