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Der Andrang zur Emmeringer Bürgerversammlung hielt sich in Grenzen.

Bürgerversammlung in Emmering

Mehr Hochzeiten – weniger Geburten

1539 Einwohner hat die kleine Gemeinde Emmering aktuell, einen mehr als ein Jahr zuvor. Rund 80, fast nur Männer, fanden am Freitag den Weg zum Landgasthof Bruckhof zur Bürgersammlung. Gemeindechef Max Maier war bestens vorbereitet, um seinen Bürgern Rechenschaft abzulegen und Fragen zu beantworten.

Emmering – Die Altersstruktur der Gemeinde verrät, das überraschend viele junge Menschen in der südöstlichen Landkreis-Kommune wohnen, aber 13 Menschen sind schon über 91 Jahre alt. Die Geburtenrate ist leicht gesunken, von 22 auf 18, dafür gab es jedoch viel mehr Hochzeiten, nämlich 15 nach nur sechs im Vorjahr.

Von den 380 Schulkindern der Kommune gehen 84 in das gemeindeeigene Schulhaus und müssen nicht auswärts die Bank drücken. Auch einen Förderverein zur Mittagsbetreuung gibt es, er nennt sich „KiJuFö Emmering“.

Im abgelaufenen Berichtszeitraum durfte der Bürgermeister 14 Gemeinderatssitzungen leiten, wo es unter anderem um Bodenrichtwerte, Bauanträge, Müllgebühren, Entsorgung von Elektroschrott, Gelber Sack oder zum Beispiel die Wassergebühren ging. Das Leitungswasser kostet unverändert 1,45 Euro pro Kubikmeter, der Herstellungsbeitrag ist ab 1. Januar 2107 von 1,09 auf 1,07 Euro gesenkt worden pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Zum Ausgleich wird nur das Abwasser geringfügig teurer: 2,27 statt 1,96 Euro pro Kubikmeter. Beifall gab es weder hier noch da. Der Bürgermeister lobte in seiner Bilanz die Feuerwehr. Immerhin mussten die Männer 30 Mal ausrücken, davon zwei Mal zum Brandlöschen, elf Mal wegen Absperrungen. Mächtig stolz ist die Feuerwehr auf den Nachwuchs, der kleinste mit zwei Jahren kam auf einem Boby-Car daher, laut Foto-Beweis, aber in voller Löschmontur.

Da wäre noch die pro-Kopf-Verschuldung: Mit 930 Euro steht jeder Emmeringer in der Kreide, nach 808 Euro im Vorjahr. Aufgepasst Emmeringer, das sind 15 Prozent mehr! Trotzdem steht es nicht schlecht um Emmering. Jedenfalls kam aus der Versammlung keine Frage, die den Bürgermeister in Verlegenheit gebracht hätte.

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