Sie bereiten alles vor: Cornelius von Elimer (v. l.), Vorstand Markus Breit, Michael und Hans Ziller jr.
+
Sie bereiten alles vor: Cornelius von Elimer (v. l.), Vorstand Markus Breit, Michael und Hans Ziller jr.

Burschenverein Eichhofen kommt in die Jahre

Ein ehrliches Jubiläum

  • Michael Seeholzer
    VonMichael Seeholzer
    schließen

Eichhofen – Wer handwerklich was drauf hat, ist beim Burschenverein Eichhofen in den kommenden Monaten ein gefragtes Mitglied. Bei den Vorbereitungen zum 40-jährigen Jubiläum, das vom 14. bis 18. September 2017 läuft, müssen alle mit anpacken.

Es soll ein großes Ereignis werden, mit Festzelt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, mit fünftägigem Programm und Kabarett. Der Patenverein aus Hohenthann ist selbstverständlich auch eingeladen. „Für die müssen noch extra Tische gebaut werden“, sagt Vorstand Markus Breit und grinst dabei so, wie er mit Familiennamen heißt. „Da schepsen wir einfach einen Baum.“ Vorher wird aber noch ein Wikingerschiff gezimmert. „Unser Wagen soll beim Ebersberger Faschingszug der größte werden“, meint der Festausschuss, bestehend aus Breit, 2. Vorstand Michael Ziller, Kassier Hans Ziller jr. und Schriftführer Cornelius von Elimer.

„Wir wollen ein ehrliches Jubiläum feiern“, sagt das Quartett. Denn eigentlich ist der Burschenverein Eichhofen wohl älter, wie aus einer Festschrift hervorgeht, die zur Fahnenweihe im Jahr 1994 aufgelegt wurde. Der älteste Vorläuferverein wurde 1891 gegründet und hieß „Katholischer Burschenverein Heiterkeit“. Dass der aktuelle Zusammenschluss der Eichhofener Burschen ebenfalls ein Kind von Traurigkeit ist, lässt sich vielleicht daran festmachen, dass man zum Vereinsausflug schon mal nach Mallorca fliegt. Aber auch eine „Kulturreise“ nach Regensburg haben die Burschen schon unternommen. „Da gibt es die längste Bar der Welt.“ 90 Mitglieder zählt der Verein, davon 50 Aktive. Das 40-jährige Jubiläum wird gefeiert, weil die Wiedergründung im Jahr 1977 über die Bühne ging. Die Zeiten, in denen die Aktivitäten ruhten, unter anderem weil nach dem II. Weltkrieg zeitweise jeder Verein verboten war, wurden nicht mehr mitgerechnet.

Eine der Wiedergründungen fand im „Jagerhäusl“ statt, eine Einkehrmöglichkeit, die es im Dorf nicht mehr gibt. Jetzt treffen sich die Burschen jeden 1. Mittwoch im Monat im Dorfgemeinschaftshaus in Lorenzenberg. Und zu diesen Treffen kommen auch die „Altburschen“ unter anderem Bonifaz Heilmann, der 1. Vorstand des Wiedergründungsvereines. „Der ist noch als Postbote unterwegs“, berichtet der Festausschuss.

Die Burschen nehmen gerne am öffentlichen Leben in der Verwaltungsgemeinschaft teil. Bei der Beerdigung des früheren Aßlinger Bürgermeisters, Werner Lampl, waren sie mit einer Fahnenabordnung vertreten, erzählen sie stolz.

Der Vorverkauf

für den Kabarettabend mit Martina Schwarzmann beginnt am 1. Februar. Karten zu 24 Euro bei Bäckerei Mayr, Getränke Bernrieder und Schuhhaus Koppitz.

Auch interessant

Kommentare