Ob auf großen oder kleinen Bühnen: „Wir wollen Spaß haben!“ Die Cellarfolks aus Poing (v.l.): Thomas Nick, Holger Lüdorf, Katharina Breit, Tobias Andrelang, Rupert Lönner, Oliver Becker und Wolfgang Fiebig. foto: kn

Cellarfolks: Back to the roots!

Poing - Die Band Cellarfolks aus Poing kehr am Samstag, 26. Juni, dorthin zurück, wo vor neun Jahren alles begann: am Poinger Straßenfestival.

Sie bezeichnen ihre Musik als Irish-Speed-Folk und treten in die Fußstapfen der Pogues und Levellers. Beim ersten Poinger Straßenfestival im Jahr 2001 standen ein paar junge Männer, die sich Cellarfolks nannten, erstmals auf einer Live-Bühne. Davor stand Rupert Lönner, selbst begeisterter Musiker aus Poing. Er spielte bereits in mehreren Tanz-Bands sowie in der Irish-Folk-Formation Paddy Whack. "Er hat uns nach dem Auftritt angesprochen und gemeint, dass wir Potential hätten", erzählt Gründungsmitglied Wolfgang Fiebig. Lönner stieg bei der Band ein und verpasste ihr den Feinschliff. Und die Sache mit dem Potential - da sollte er Recht behalten.

Durch Lönners Kontakte erhielten die Cellarfolks 2003 ihren ersten Auftritt auf großer Bühne: beim Sinnflut-Festival in Erding. Drei Jahre später feierten die Poinger ihre Premiere auf dem Tollwood-Festival in München. Seitdem sind sie dort alle zwei Jahre zu hören. Die Liste der großen Auftritte ist mittlerweile ziemlich lang geworden: Konzerte im Münchner Schlachthof sowie bei mehreren Festivals im In- und Ausland stehen zu Buche. "Bisheriger Höhepunkt war Poyenberg", sagt Fiebig. Am 9. Juni 2006 spielten die Cellarfolks in dem kleinen Ort 100 Kilometer nördlich von Hamburg vor rund 10.000 Besuchern. "Poyenberg ist eines der größten Folk-Festivals in Deutschland."

In Irland selbst übrigens hatten die Cellarfolks noch keinen Auftritt. Auch privat war außer Holger Lüdorf noch keiner der Bandmitglieder auf der grünen Insel. Klingt unglaublich, wenn man die Band auf der Bühne sieht und hört, ist aber so.

Pro Jahr absolviert die mittlerweile siebenköpfige Band rund 20 Konzerte. Es ist nicht immer leicht, die Termine unter einen Hut zu bringen, sagt Fiebig. Schließlich stehen die Bandmitglieder im Alter von Ende Zwanzig bis Ende Vierzig voll im Berufsleben. Die Musik ist ihr Hobby. Dafür steigen sie jede Woche in einen Keller in Neufinsing, der eigentlich als Lager für Elektroteile dient. Dort proben sie seit neun Jahren - "wir haben nur ein Ziel: Musik machen und Spaß haben“, sagt Wolfgang Fiebig.

Den haben die Cellarfolks nach wie vor, egal, ob sie vor 10.000 Besuchern auftreten oder vor einer Handvoll in einer kleinen Kneipe. Oder am Samstagabend beim Poinger Straßenfestival. Das Konzert beginnt gegen 21.30 Uhr.

Armin Rösl

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