Unfallserie: Auf der Autobahn A 94 ging Montagabend für zwei Stunden nichts mehr. foto: mzv-archiv

Chaos auf der A 94:

Neun Unfälle binnen weniger Minuten

Anzing - Der nicht zu Ende gehen wollende Winter hat Montagabend auf der A 94 für neun Unfälle und einen zehn Kilometer langen Stau gesorgt. Insgesamt waren 23 Fahrzeuge beteiligt, zehn Personen wurden verletzt.

Die schneebedeckte und spiegelglatte Fahrbahn machte den Autofahrern auf der A94 am frühen Montagabend zu schaffen. Wie die Autobahnpolizei Hohenbrunn meldet, ereignete sich der erste von insgesamt neun Unfällen (allesamt in Fahrtrichtung München) gegen 19 Uhr. Kurz nach der Anschlussstelle Markt Schwaben (die im Gemeindegebiet von Anzing liegt) war ein VW-Kleintransporter in die linke Leitplanke geprallt und auf die Fahrbahn zurückgeschleudert worden. Dort kollidierte das Fahrzeug mit einem weiteren Kleintransporter und einem Auto. Der nachfolgende Fahrer eines Fords erkannte die Situation und konnte rechtzeitig anhalten. Die hinter ihm fahrende Fiat-Fahrerin allerdings schaffte dies nicht mehr: Laut Polizei prallte sie mit ihrem Auto gegen den Ford und wurde durch die Wucht gegen einen VW geschleudert, der auf dem rechten Fahrbahnstreifen fuhr.

Bei der Kettenreaktion wurden insgesamt drei Fahrer leicht verletzt und später vom Rettungsdienst versorgt. Vier Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 35.000 Euro.

Nahezu zeitgleich kam es etwa 300 Meter von der ersten Unfallstelle entfernt zu zwei weiteren Karambolagen. Nummer eins: Ein Golffahrer geriet ins Schleudern und stieß gegen einen Opel Astra. Beide Fahrer blieben unverletzt. Nummer zwei: Ein VW-Fahrer kam ins Schlingern und wurde von einem dahinter fahrenden Daimler Chrysler touchiert. Daraufhin rutschte der Chrysler in ein anderes querstehendes Auto. "Dieser querstehende Pkw resultierte natürlich ebenfalls aus einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen", schreibt die Autobahnpolizei in ihrem Pressebericht. Das war Unfall Nummer vier - bis dahin.

Aufgrund der Zusammenstöße kam es zu einem etwa zehn Kilometer langen Rückstau, in dessen Verlauf sich noch weitere fünf Auffahrunfälle ereignet haben. Hierbei wurden laut Polizei mehrere Personen leicht verletzt.

Die Bilanz der Unfallserie: 23 beteiligte Fahrzeuge, zehn leichtverletzte Personen, Gesamtschaden an Autos und diversen Leitplanken: rund 100.000 Euro. "Während der Aufnahme der Unfälle kam der Verkehr in Richtung München über eine Dauer von knapp zwei Stunden zum völligen Erliegen", endet der Polizeibericht.

von Armin Rösl

Auch interessant

Kommentare