Die Verbrauchsveränderung im Ebernetz.
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Die Verbrauchsveränderung im Ebernetz.

Einbruch bei Gewerbekunden

Netzbetreiber-Daten zeigen: Corona beeinflusst Stromverbrauch im Landkreis Ebersberg

Landkreis – Etwas geringer als im Vorjahr fiel der Stromverbrauch im Landkreis Ebersberg 2020 aus. Das meldet der kommunale Netzbetreiber Ebernetz. Möglicherweise habe dennoch eine Verlagerung aus München stattgefunden.

Landkreis - Der Stromverbrauch der ans „Ebernetz“, das den Großteil des Landkreises Ebersberg umfasst, angeschlossenen Verbraucher fiel demnach im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent.

Mit einer Strommenge von rund 429 Millionen Kilowattstunden (kWh) wurden laut Ebernetz etwa zehn Millionen kWh weniger Strom verbraucht als 2019. Aus den Daten ließen sich zwei gegenläufige Effekte erkennen: Während die Tarif- Kunden (überwiegend Privathaushalte) einen Mehrverbrauch von neun Millionen kWh hatten, fiel der Stromverbrauch der Sondervertrags-Kunden (Industrie- und Gewerbekunden) um 19 Millionen kWh. Der Anstieg von 4,4 Prozent im Bereich der Tarif-Kunden sei Folge des seit März 2020 andauernden Lockdowns, in dessen Folge das Privat- und Berufsleben der Landkreisbürger verstärkt im häuslichen Umfeld stattfindet.

Ausgeprägt ist dieser Effekt laut Eberwerk besonders in Gemeinden wie Poing, Pliening, Markt Schwaben oder Vaterstetten. Weil dort viele Berufspendler wohnen, die sonst mehrheitlich in München ihrer Tätigkeit nachgehen, liege die Vermutung einer Verlagerung von Münchner Verbräuchen in den Landkreis Ebersberg nahe. Auch die in Ebersberg angesiedelten Gewerbe- und Industriekunden mussten in 2020 massive Einschnitte infolge der Pandemie hinnehmen. Hier sei der Rückgang im Stromverbrauch bei 8,6 Prozent gelegen.

Eine Aufgabe fürs Stromnetz sei die Energiewende: Mit Wärmepumpen und Elektroautos werden laut Ebernetz immer mehr Stromverbraucher hinzukommen.  ez

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