Ein neuralgischer Punkt: Die Heinrich-Vogl-Straße, die derzeit (noch) eine Einbahnstraße ist. Foto: Stefan Rossmann

CSU: Auf kürzestem Weg durch die Stadt

Ebersberg - Wie soll der Verkehr durch Ebersberg fließen, wenn im Herbst die B 304-Südumfahrung eröffnet wird? Darüber zerbrechen sich die Ebersberger Kommunalpolitiker seit geraumer Zeit den Kopf. Am Mittwoch präsentierte die CSU einen neuen Vorschlag.

Die Christsozialen sehen die „einmalige Gelegenheit“, für „möglichst viele Bürgerinnen und Bürger eine möglichst große Entlastungswirkung vom Durchgangsverkehr herbeizuführen“. So formulieren es Fraktionssprecherin Susanne Luther und Stadtrat Martin Schedo im Antrag an den Stadtrat, der das von Schedo erarbeitete Konzept entält.

Hauptziel sei es, sämtlichen Durchgangsverkehr aus allen Richtungen – West, Ost, Nord oder Süd – auf kurzem Weg durch das Stadtgebiet zu führen, sich hierbei der Vorteile der B 304 neu umfassend zu bedienen und darauf zu achten, dass Wohngebiete möglichst geschont werden. Gleichzeitig müsse im Sinne einer Stärkung der Innenstadt dem Zielverkehr der direkte Weg zum Marienplatz erleichtert werden, so die CSU.

Ihre Überlegungen im Detail: Für den Lkw-Verkehr über 3,5 Tonnen ändert sich im Vergleich zum heutigen Einbahnstraßenverkehr nicht viel. Von Süden/Osten kommend, biegt der Lkw an der Amtsgerichtskreuzung in Richtung Bahnhofstraße/Marienplatz rechts ab. Nach dem Rathauseck hat der Lkw-Fahrer die Möglichkeit, rechts in die Eberhardstraße einzubiegen oder links auf der Heinrich-Vogl-Straße weiterzufahren. Gegenläufig in der Heinrich-Vogl-Straße dürfen bergab hingegen nur Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen fahren. Nur diesem Verkehr ist es erlaubt, vor dem Rathaus in Richtung Marienplatz einzubiegen. Der Durchgangsverkehr aus Richtung Norden passiert das Rathaus, fährt die Heinrich-Vogl-Straße bergauf, biegt in die vorfahrtsberechtigte Eichthalstraße (Einbahnstraßenregelung im unteren Teilabschnitt: Einmündung Dr.-Wintrich-Straße bis Einmündung ehem. Post) ein, um dann später an der Dr.-Wintrich-Straße primär nach links (abknickende Vorfahrt nach links) in Richtung Sandberg/Langwied abzufahren. Dem Verkehr mit Fahrziel Westen (Kirchseeon, München) ist es erlaubt, auf der B304alt (Münchener Straße) in Richtung Reitgesing abzufließen. Um Schleich- und Abkürzungsverkehr (Führung durch Navigationsgeräte) zu verhindern, werden Ulrich-, Pleininger- und Wildermuthstraße in Anliegerstraßen umgewidmet und für den sonstigen Verkehr gesperrt. Schedo und Luther: „Der Vorteil liegt in einer deutlichen Verkehrsentlastung für diese Wohngebiete.“

Die CSU glaubt, dass sich durch ihr Konzept entscheidende Vorteile für die Sicherheit und die Lebensqualität in Ebersberg erzielen lasse. Hinzu komme, dass die vorgeschlagene Variante verhältnismäßig einfach und auch ohne hohe Kosten für die Stadt Ebersberg umzusetzen sei. Eine Realisierung erfordere nämlich keine weitreichenden und teueren Umbaumaßnahmen. Selbst im neuralgischen Punkt Amtsgerichtskreuzung komme diese Lösung aufgrund der vorgeschlagenen Vorfahrtslösung mit dem vorhandenen Platz aus.

Von Michael Acker

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