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Söder als Prinzregent Luitpold bei der Fastnacht in Franken. 

Kolumne zum Wochenende

Keep Calm Bayern! Deshalb mag Söder Anglizismen 

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Warum der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder von den immer mehr werdenden englischen Begriffen so begeistert ist, weiß unser Kolumnist Christoph Hollender. 

Keine Sorge, das wird keine Mitleidsnummer. Journalisten haben es schwer. Schuld daran ist der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Immer wieder und immer häufiger haben wir Schreiberlinge es mit Anglizismen zu tun. Der Klassiker ist der „Facility-Manager“, also der Hausmeister. Erst jüngst gab es bei uns in der Redaktion ein Emotionshoch zum Begriff „Teambuilding-Maßnahme“, bedeutet ungefähr: Wie kriegt es der Chef hin, dass sich seine Mitarbeiter nicht gegenseitig zerfleischen. Wir fanden den Begriff eigentlich alle ziemlich bescheuert. Teamentwicklung ginge vielleicht noch. Warum die Wörter immer mehr auftauchen, hat nichts mit der Globalisierung zu tun. Und nichts mit einem neuen Anstrich verstaubter Begriffe. Und schon gar nichts mit „Political Correctness“. 

Ich vermute, dass die Überflutung Bayerns mit englischen Begriffen ein ausgetüftelter Plan von Söder ist. Söder will Macht. Minister, Ministerpräsident, am liebsten wäre er Prinzregent, ach was: König. Das hat er in diesem Jahr gezeigt. Bei der Fastnacht in Franken kam Söder verkleidet als Prinz Luitpold. 2014, bei der Verleihung des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ in Aachen, trat er als König Ludwig auf. Wäre Söder ein Wasserkocher, er würde kochen vor königlicher Selbstüberschätzung in dem Kostüm. Um durchzusetzen, was er will, nämlich ein Königreich Bayern mit ihm an der Spitze, muss er sich ein Beispiel nehmen. Und zwar am Vereinigte Königreich Großbritannien. Und jetzt überlegen Sie mal, welche Sprache spricht man da?....Genau! Da haben wir den Salat. Schönes Wochenende and „Keep Calm“, wie der Bayer in Zukunft sagt.

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