Kleine Gastgeber: Die Kinder sangen unter anderem das Lied von den fließigen Handwerkern. Foto: S. Rossmann

In diesem Bürohaus dürfen Kinder toben

Baldham - Wo früher Menschen in Büros arbeiteten, toben jetzt Kinder. Nach dem Umbau wurde das Haus für Kinder „Pusteblume" im Baldhamer Max-Loidl-Weg nun offiziell eingeweiht.

Eigentlich sollte es zunächst nur ein Provisorium sein. Als der evangelische Kindergarten „Katharina von Bora“ in der Johann-Strauß-Straße saniert wurde, fand die Einrichtung vorübergehend ein neues Zuhause im Max-Loidl-Weg. Nach Abschluss der Bauarbeiten kehrten die Kinder zurück in das Haus gegenüber des Gymnasiums. Aber offenbar waren die Erfahrungen mit dem Gebäude am Max-Loidl-Weg positiv. Denn als nächstes wurden Vorläufergruppen für das geplante Krippenhaus untergebracht. Und weil der Bedarf hoch ist, wurde aus dem Provisorium nun eine Dauereinrichtung mit 60 Plätzen in Krippe und Kindergarten. Träger ist die Diakonie Rosenheim, die auch für das künftige Krippenhaus verantwortlich sein wird.

In den Umbau wurden rund 480 000 Euro investiert. Rund die Hälfte der Kosten wird durch staatliche Zuschüsse gedeckt. Den Restr tragen die Gemeinde und der Eigentümer des Hauses, der rund 30 000 Euro beisteuerte. Der Mietvertrag läuft über 25 Jahre.

Bei der Einweihung wünschte sich Markus Schmidt von der Diakonie unter anderem, dass die Einrichtung ein Ort werde, an dem man die Kinderbetreuung weiter entwickele. Und das bedeute Diskussionen nicht nur über Krippen und Kindergärten sondern beispielsweise auch über Ganztagsschulen.

Bürgermeister Robert Niedergesäß betonte in seinem Grußwort, er freue sich auf viele gemeinsame Jahre. Und er gestand schmunzelnd, die Einweihung von Kindergärten oder Schulwerweiterungen sei seine Lieblingsbeschäftigung. Beim Festakt waren die Kinder der Einrichtung dabei, mit der entsprechenden Lautstärke. Ganz still wurde es aber, als Pfarrer Stephan Opitz sich im schwarzen Talar auf den Boden setzte und die Geschichte von Luisa und dem Segen durch Jesus erzählte. Gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Rolf Merkle segnete Opitz anschließen bei einem Rundgang die Räume.

Von Robert Langer

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