Alte Ansichten von Ebersberg sucht der Journalist Werner Hubert aus Ebersberg für ein Buchprojekt, mit dem alte Geschichten lebendig werden. Foto: kn

Dieser Mann sucht das alte Ebersberg

Ebersberg - „Es ist Zeit, dass wir die alten Geschichten erzählen“: Das sagt der Journalist Werner Hubert, den man seit vielen Jahrzehnten in Ebersberg kennt. Und er kennt Ebersberg. Als Lokaljournalist hat er all die Jahre die Stadt begleitet.

Huberts Erinnerungen reichen zurück bis zur Kriegszeit 1945 und darüber hinaus. Seine persönlichen Erlebnisse und Beobachtungen von damals hat er jetzt aufgeschrieben. Diese werden als Buch erscheinen. Es wird den Titel tragen: „Von Kramerleuten und Hausierern - Das ist die alte Zeit“.

Und von der alten Zeit erzählt Werner Hubert die kleinen Geschichten, die heute nur noch wenige wissen. Diese Geschichten wären vergessen, wenn sie heute nicht aufgeschrieben würden. Für seine Arbeit sucht Hubert noch alte Fotos von Ebersberg.

Das Stadtarchiv und manche alten Ebersberger haben ihren Fundus schon geöffnet. Aber es reicht noch nicht. Der Hubert Werner sucht noch mehr alte Fotos. „Am besten Ansichten von Häusern und natürlich auch von Menschen“, sagt er. Die Bilder befinden sich vielleicht heute noch auf den Dachböden der Kreisstadt.

Viele Situationen und Ereignisse in Ebersberg vor 1950 hat Hubert zwar noch vor Augen. Aber leider hat er nicht immer Fotos davon. Vielleicht gibt es die auch nicht mehr. Aber einen Versuch ist es ihm wert.

Das Buch soll eine Tür in die alte Zeit öffnen und sie wieder erlebbar machen. Es gibt vergessene Geräusche der alten Zeit, wie die Sirene im Ebersberger Sperrholzwerk, die Schichtanfang und Schichtende verkündete. Oder das Dengeln der Sensen. Es gibt vergessene Gerüche, wie der Geruch aufgebrannter Hufeisen aus der Schmiede oder die Schlempe aus der Brennerei.

Und es gibt Berufe, die heute keiner mehr kennt: Der Störschneider oder der Störsattler, der Pferdegeschirre reparierte. Oder Hausierer, die Schuhcreme und Schnürsenkel verkauften. All dies will Werner Hubert wieder aufleben lassen. ez

Eine Bitte:

Wer noch alte Fotos von Ebersberg hat aus längst vergangenen Tagen der Kreisstadt, soll sich bitte bei Werner Hubert melden unter der Telefonnummer (0 80 92) 21 802.

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