Alles digital? Bis das für alle Rettungsorganisationen zutrifft, wird es noch dauern. Es fehlen die Endgeräte. Foto: Dpa

Digitalfunk: Probebetrieb läuft, aber Geräte fehlen

Landkreis - Die Einführung des Digitalfunks in Bayern ist bekanntlich eine schwierige Geburt, die sich immer wieder verzögert. Dabei geht es dem Zweckverband Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF, Mitglieder sind die drei Landkreise Freising, Erding und Ebersberg) sowie der Integrierten Leitstelle Erding (ILS) wie dem großen Bruder, der sich all das erkämpfen muss, was bei den Kleineren dann kein Problem mehr ist.

Bekanntlich hat Erding eine Vorreiterrolle übernommen. Die Technisch-Taktische Betriebsstelle ist jetzt voll arbeitsfähig.

Erste Erfolge gibt es: Christian Blatt, der Digitalfunk-Verantwortliche im ZRF, berichtete, dass der erweiterte Probebetrieb seit 16. Oktober laufe. „Jetzt führen die Systemlieferanten und die öffentliche Hand als Auftraggeber Tests durch.“ In drei Wochen, so sagte Blatt in der jüngsten Sitzung in Markt Schwaben weiter, beginne Phase zwei, in der der ZRF mit 25 Leihgeräten der Projektgruppe Digi- Net am Innenministerium vordefinierte Testszenarien durchführt. Der Start der dritten Phase, musste Blatt zugeben, steht jedoch in den Sternen. Denn es fehlen die Endgeräte. „Die Test-, Schulungs- und Einführungsphase wird nach Beschaffung der Endgeräte nachgeholt“, versicherte der Projektleiter.

Doch bis alle Rettungsorganisationen digital funken können, ist auch auf anderen Gebieten noch eine Menge zu tun. Die Kommunen müssen jetzt möglichst rasch flächendeckend die Funkgeräte für die Retter beziehungsweise für die Fahrzeuge ordern. Dazu, erklärte Christian Blatt, gebe es eine Sammelbestellung. Sobald die rund 3000 Funkgeräte geliefert sind, beginnen die Schulungen. Darunter sind laut Blatt auch Massentests.

Danach wird schrittweise von Analog nach Digital umgestellt. Ein Datum wollte Blatt nicht nennen. Die ILS ist von Mitte November an über die Luft ans funktionierende Digitalfunknetz angebunden. Die Drahtverbindung wird Ende Februar erfolgen.

Hans Moritz

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