Ganz neu und doch schon kaputt: Die Südumfahrung von Ebersberg muss drei Jahre nach Fertigstellung ausgebessert werden. Foto: Stefan Rossmann

Drei Jahre alt - und schon Buckelpiste

Ebersberg - Knapp 30 Millionen hat sie gekostet, die Ebersberger Südumfahrung. Stellenweise ist sie jetzt schon so bucklig, dass nachgebessert werden muss. Und das nur drei Jahre nach ihrer Fertigstellung. „Damit war zu rechnen“, lautet die Auskunft aus dem Straßenbauamt Rosenheim.

rsberg - „Ich merke das selbst, wenn ich drüberfahre“, wundert sich der Ebersberger Bürgermeister Walter Brilmayer. „Man sollte schon erwarten können, dass man so eine Straße richtig baut.“ Beschwerden von Bürgern habe es aber noch nicht gegeben.

Claus-Peter Olk, Leiter des Straßenbauamts Rosenheim, erläutert, wie es zu den Schäden kam: „Wir haben damit gerechnet, dass sich die ganze Straße setzen wird. Dass sie sich so ungleichmäßig setzen würde, war nicht abzusehen.“ Ein Grund, sofort tätig zu werden, ist das aber nicht. „Wir werden das ein, zwei Jahre beobachten, und dann mit Asphalt auffüllen.“ Olk weist darauf hin, dass ein Bodengutachten „nicht jeden Meter abbilden kann“. Aber: „Gemacht werden muss es.“

Was sonst noch gemacht werden muss im Landkreis Ebersberg, davon hat das Straßenbauamt Rosenheim bereits eine Vorstellung. Die Straße von Moosach nach Grafing zum Beispiel sei in einem unbedingt verbesserungswürdigen Zustand. Weil aber der Verkehr auf diesem Straßenstück relativ dünn ist, wurde die Maßnahme immer wieder verschoben. Auch auf dem Stück zwischen Aßling und Lorenzenberg ist unbedingter Renovierungsbedarf. Wenn im Frühjahr vom Freistaat über die Mittelzuteilung entschieden wird, wird sich herausstellen, ob vielleicht auch noch eine „Großbaumaßnahme“ für den Landkreis Ebersberg drin ist. Die Verkehrsteilnehmer könnten leider nur „ein paar Wochen vorher mit Schildern“ informiert werden, so das Straßenbauamt.

Möglicherweise kommt für Anlieger von kaputten Straßen unerwartete Hilfe vom Winter. Denn im Frühjahr macht die Straßenbaubehörde regelmäßig eine Inventur der aufgetretenen Schäden. Dort, wo die Winterschäden besonders groß sind, wird offensichtlich vordringlicher renoviert. „Da ist was dran“, bestätigt Frank Ruckdäschel vom Straßenbauamt. „Aber die Leute können es nicht beeinflussen.“

Ob schwerpunktmäßig im Norden oder im Süden des Landkreises Straßenbau betrieben wird, könne er nicht generell sagen. Ruckdäschel verweist aber darauf, dass die Ortsdurchfahrt von Landsham saniert worden sei und auch in Pliening eine größere Maßnahme durchgeführt worden sei.

Die Pendler im Landkreis Ebersberg, die zur Arbeit in die Landeshauptstadt München müssen, werden derzeit einer harten Geduldsprobe unterzogen: Die B 304 auf Höhe von Haar wird im Moment totalsaniert, wer auf die Autobahn ausweicht, steht im Stau, weil dort gerade eine zusätzliche Fahrspur gebaut wird. Nach derzeitigem Planungsstand, so das Straßenbauamt Rosenheim, wird sich der Großteil der anstehenden Straßenrenovierungen im kommenden Jahr aber als Tagesbaustelle abwickeln lassen.

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