Alles wieder gut: In der Grund- und Mittelschule Poing gibt es keinen Verdacht auf weiteren Asbest. foto: dz

Drei Monate nach Asbest-Verdacht: Grund- und Mittelschule Poing in Normalbetrieb

Poing - Obwohl sie derzeit Großbaustelle ist, läuft der Unterricht in der Grund- und Mittelschule Gruber Straße in Poing-Nord im Normalbetrieb. Seit dem Asbest-Verdacht vor drei Monaten gab es keine neuen Gefahren mehr.

Schulleiterin Simone Fleischmann und Bürgermeister Albert Hingerl sahen vor drei Monaten, am 26. November, keine andere Möglichkeit: "Die Schule wird geschlossen." Drei Tage fiel der Unterricht aus. Bei den Sanierungsarbeiten in der Grund- und Mittelschule Gruber Straße waren alte Bauteile entdeckt worden, bei denen Verdacht bestand, dass sie asbesthaltige Materialien beinhalten könnten. Nachdem der betroffene Bereich fachgerecht gereinigt, versiegelt und abgesperrt worden war und Raumluftmessungen ergeben hatten, dass keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Luft liegen, durften Schüler und Lehrer wieder zurück.

Wie Bürgermeister Albert Hingerl auf Anfrage unserer Zeitung nun mitteilte, bestand und bestehe seit diesen Maßnahmen "keinerlei Gefährdung für den Schulbetrieb". Dies hätten Raumluftmessungen bestätigt. Wie viel die Gemeinde als Sachaufwandsträger der Schule für die Sonderarbeiten gegen Asbest zahlen muss, sei noch unklar. Die Gemeindeverwaltung gehe derzeit von einem Betrag von etwa 20.000 Euro aus, sagt Hingerl.

Nachdem die Asbest-Gefahr gebannt werden konnte, erfolge nun eine Planung zur Erstellung eines umfassenden Sanierungskonzeptes. "Sobald dieses vorliegt und die Kosten ermittelt wurden, wird der Gemeinderat über die Umsetzung entscheiden."

Seit dem vergangenen Jahr finden in und an der Grund- und Mittelschule Sanierungsarbeiten statt; vor allem wird der Brandschutz auf den heutigen Stand gebracht (was größtenteils schon geschehen ist), und es wird die Fassade des Altbaus erneuert. "Von außen sieht es aus wie ein Baustellen-Wahnsinn", sagt Schulleiterin Simone Fleischmann. "Innen aber können wir den Unterricht uneingeschränkt anbieten."

Laut Bürgermeister Hingerl liegen die Arbeiten im Zeitplan, so dass zum Schuljahr 2013/14 die Mittagsbetreuung für Grundschüler wieder ins Haus zurück ziehen könne. Diese ist für die Dauer der Sanierung in der ehemaligen Sportgaststätte Poinger Einkehr untergebracht. Nachdem die Schüler dort raus sind, wollen die neuen Pächter Herbert Matzner und Else Bauer (B&M GmbH) die Gaststätte im Herbst neu eröffnen. Die B&M GmbH nutzt bereits deren Küche, um warmes Mittagessen für die Realschule und Kindertagesstätten zuzubereiten.

von Armin Rösl

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