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Da gab’s noch Grund zum Feiern: VAT-Vorstand Klaus Breindl im Februar bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle.

Coronavirus im Landkreis

Corona-Krise schwächt Autoteiler im Landkreis Ebersberg

Autoteilern im Landkreis macht die Corona-Krise schwer zu schaffen. 75 bis 90 Prozent Einbrüche bei den gebuchten Zeiten in Vaterstetten.

Landkreis– Auch die Carsharing-Branche ist von der Corona-Krise massiv betroffen: „Die Einbrüche bei den gebuchten Zeiten von 75 bis 90 Prozent fehlen bei den Einnahmen, wohingegen die Ausgaben nahezu unverändert weiterlaufen“, erläutert Klaus Breindl, Vorstand der Vaterstettener AutoTeiler (VAT). Dennoch ist er zuversichtlich, dass der mit 28 Jahren älteste und mit über 450 Mitgliedern größte Autoteiler-Verein des Landkreises die Krise gut übersteht.

Vorübergehend wurden einzelne Fahrzeuge stillgelegt. Daneben will der VAT seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten: „Die geringe Auslastung unserer Fahrzeuge ermöglicht es uns, denjenigen, die durch die Corona-Krise besonders gefordert sind, ein wenig entgegenzukommen.

Alle Beschäftigten im Pflege-, medizinischen und ärztlichen Bereich, die Bereitschaftsdienste leisten, können für diese Zeiten VAT-Autos buchen und gegebenenfalls auch wieder kostenfrei stornieren“, so Breindl. Interessenten können sich bei Walter Reimer (walter.reimer@carsharing-vaterstetten.de) oder Klaus Breindl (klaus.breindl@carsharing-vaterstetten.de) zur Absprache der genauen Vorgehensweise melden.

Markt Schwaben hat halbe Flotte stillgelegt

Die CarSharing-Union Markt Schwaben (CMS) hat seit April ihre halbe Flotte vorübergehend stillgelegt, nachdem seit März ein drastischer Buchungseinbruch verzeichnet wurde. „Zum Glück wird der Verein überwiegend ehrenamtlich geführt, dadurch erschlagen uns keine Personalkosten. Für die restlichen weiterlaufenden Kosten haben wir Soforthilfe beantragt“, berichtet CMS-Vorsitzende Wilma Östreicher. Sie hofft, dass sich die Nutzung der Fahrzeuge bis Ende Juni wieder normalisiert. „Dann kommen wir einigermaßen durch die Krise. Wenn dem nicht so ist, müssen wir Fahrzeuge verkaufen, was dann zu Engpässen bei der Nutzung führen kann, was wiederum Nutzer vergrault, was in eine Abwärtsspirale führen könnte.“ Derzeit hat der Verein 90 Mitglieder und acht Autos.

Rückgang von rund 50 Prozent in Aßling

Die Aßlinger Auto-Teiler (AAT) wurden 2019 gegründet, haben 18 Mitglieder und zwei Autos. „Da wir noch ein junger Verein sind, haben wir keine Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr. Was wir aber jetzt schon wissen, ist, dass wir im Vergleich zum Januar im März einen Rückgang von ca. 50 Prozent haben“, berichtet Vorstandsmitglied Angela Spiecker. Hauptnutzer der AAT-Autos ist die Gemeinde Aßling, die derzeit ihre Geschäftsfahrten stark einschränkt.

Prognose für Zukunft schlecht

„Die Prognose für die folgenden Monate ist schlecht. Bis jetzt glauben wir, trotz der Verluste die Corona-Krise zu überstehen. Voraussetzung ist, dass kein Mitglied uns jetzt vorzeitig verlässt, bei keinem unserer Autos ein Schaden entsteht und die Mobilitätseinschränkungen nicht bis in den Sommer dauern, denn das würde unsere schmalen Rücklagen sprengen“, ist sich Angela Spiecker sicher.

„Carsharing ist ein wichtiger Baustein für die klimaverträgliche Mobilität der Zukunft. Wir müssen dafür sorgen, dass durch die Corona-Krise das Carsharing-Angebot nicht langfristig geschwächt wird“, sagt Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbandes CarSharing (bcs). Er ruft Bund und Länder dazu auf, ein Förderprogramm ins Leben zu rufen, um die dienstliche Nutzung öffentlicher Carsharing-Angebote durch Behörden und Unternehmen besonders zu fördern.

VON SUSANNE EDELMANN

Der Gasthof Stocker aus Landsham hat in Zeiten des Coronavirus eine ungewöhnliche Idee: Freibier zum Selbstzapfen. Auf Spendenbasis gibt es dort Helles und Weißbier - und das für einen guten Zweck.

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