+
Blick nach oben in das bisher einzige Windrad im Landkreis Ebersberg, das in Hamberg in der Gemeinde Bruck steht. Es könnten mehr werden.

Bei Egmating und Oberpframmern

Noch ein Standort: Windkraft im Westen des Landkreises Ebersberg

  • schließen

Während sich die Debatte um Windräder im Ebersberger Forst stürmisch gestaltet, zeigt sich ein anderes Alternativ-Energie-Projekt nur als laues Lüftchen.

Landkreis – Direkt an der Landkreisgrenze nach Westen zum Landkreis München könnten  ebenfalls Anlagen entstehen. Der Umweltausschuss des Landkreises Ebersberg hat jetzt den Beitritt zur ARGE Höhenkirchner Forst beschlossen. Die Organisation wird beauftragt, „Schritte, Prüfungen und Gutachten“ zu veranlassen, um zu klären, ob ein Windenergieprojekt im Höhenkirchner Forst wirtschaftlich durchführbar ist. Involviert sind neben den beiden Landkreisen München und Ebersberg auch die Gemeinden Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie Egmating und Oberpframmern.

Bürgergenossenschaften geplant

Vorgesehen ist ein Modell von Bürgergenossenschaften, also eine lokale Beteiligung und nicht eine Umsetzung mit externen Investoren. „Es wird das Ziel verfolgt, dass jeder Gemeinde und deren Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, sich an einem eigenen Windrad zu beteiligen“, heißt es vom Landratsamt Ebersberg. Erste Voruntersuchungen hätten einen sehr wahrscheinlich wirtschaftlichen Betrieb der geplanten Anlagen bestätigt.

Von drei Anlagen ist die Rede

Die Standorte, die Rede ist derzeit von drei Anlagen, wären auf der Flur der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Diese verfüge per Flächennutzungsplanung über ausgewiesene Wind-Konzentrationsflächen, die aber an die Gemeindegrenzen zu Egmating und Oberpframmern heranreichen. Laut Landratsamt Ebersberg würde die Bebauung der Höhenkirchner Konzentrationsflächen mit Windenergieanlagen aufgrund erforderlicher Anlagenabstände (Stichwort Windklau) gleichzeitig den Verzicht auf Anlagen auf eigenen Gemeindeflächen in Egmating und Oberpframmern bedingen. Darüber hinaus sind die flächenmäßigen Möglichkeiten in Egmating und Oberpframmern wegen der bayerischen 10 H-Regelung deutlich eingeschränkt.

Hoher Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand für ein derartiges Projekt auf der Flur von Egmating oder Oberpframmern wird als „vergleichsweise hoch“ eingeschätzt. Im gegenwärtig angedachten Modell würde sich der Landkreis Ebersberg bei den aktuell anstehenden Kosten beispielsweise für Gutachten oder Rechtsberatung anteilig mit 25 Prozent bis zu einer Höchstgrenze von 160 000 Euro beteiligen. Nach dem Schlüssel entfallen Kosten auf den Landkreis München bzw. die betroffenen Kommunen. An diesen Sätzen könnte sich dann auch die Verteilung von Gewinnen aus den Anlagen orientieren. Wann die Anlagen gebaut werden können, ist offen. Möglicherweise wird gegen das Vorhaben geklagt.

Lesen Sie zu diesem Thema auch: Windräder im Ebersberger Forst: Bürgerentscheid ist fix

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona-Labor mit ungewöhnlicher Aktion: Tausche Weißwürste gegen Test-Kits
Im MVZ-Labor Poing werden täglich etwa 500 Testabstriche auf das Coronavirus untersucht. Da auch hier medizinisches Material knapp wird, gab‘s ein ungewöhnliches …
Corona-Labor mit ungewöhnlicher Aktion: Tausche Weißwürste gegen Test-Kits
Aktion „Von 8 bis 8“: Vorlesen für Kinder im Internet
Der Verein LeseLounge liest in Schulen, Kitas und Krankenhäusern vor. Normalerweise. Wegen Corona geschieht dies derzeit nur im Internet. Mit dabei: Michaela Fischer aus …
Aktion „Von 8 bis 8“: Vorlesen für Kinder im Internet
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++Zahl der Infizierten geht zurück+++
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: Infizierte, Hintergrundberichte, Hinweise - hier gibt es die wichtigsten Entwicklungen zur Krise im Live-Ticker.
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++Zahl der Infizierten geht zurück+++
Kirchenmaus auf Instagram: #heutekönnteichdochmal
Die evangelische Kirchengemeinde Poing hat jetzt eine Kirchenmaus: auf Instagram. Mit täglichen Posts für die ganze Familie. Corona? Pah! Basteln, spielen und lachen …
Kirchenmaus auf Instagram: #heutekönnteichdochmal

Kommentare