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Drei Dienststellen machen gemeinsame Sache

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Von: Michael Seeholzer

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In einer konzertierten Aktion mehrerer Dienststellen werden Tempokontrollen durchgeführt.
In einer konzertierten Aktion mehrerer Dienststellen werden Tempokontrollen durchgeführt. © Symbolbild dpa

Die Saison begann wegen der Corona-Pandemie mit Verspätung, umso mehr juckt es Motorradfahrer im Kreis Ebersberg jetzt, ihre Maschine aus der Winterpause zu holen.

Landkreis  – Eine beliebte Kurvenstrecke liegt an der Grenze zum Altlandkreis Wasserburg. Aber Vorsicht: Hier gibt es jetzt eine gemeinsame Aktion von drei Polizeidienststellen, die zusammen verstärkt Kontrollen durchführen wollen. Wer arg zu schnell dran ist, für den ist die Saison unter Umständen also schnell wieder vorbei. Die Beamten kündigten Geschwindigkeitsmessungen auf der gesamten Kesselseestrecke von Hohenlinden bis Edling an.

Viele Verkehrsteilnehmer missachten Tempolimit

Die Kesselseestrecke ist eine beliebte Ausflugsstrecke nicht nur für Motoradfahrer. „Dabei halten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die geltende Straßenverkehrsordnung und es kam in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen“, berichtet der Leiter der Ebersberger Polizeiinspektion, Ulrich Milius. „Leider waren auch mehrere Verkehrstote zu beklagen“, schildert der Beamte die Situation.

Drei Dienststellen schließen sich zusammen

Um diesen Verkehrsunfällen wirksam begegnen zu können, haben sich die Polizeidienststellen in Ebersberg, Wasserburg sowie Haag zusammengeschlossen, um in den nächsten Monaten deutlich verstärkte Kontrollen durchführen zu können. Dabei werden sie von den Verkehrspolizeidienststellen aus Hohenbrunn, Mühldorf und Rosenheim unterstützt. Zudem wird an besonders stark frequentierten Tagen die Kontrollgruppe Motorrad hinzugezogen.

Die Kontrolldichte ist also hoch, das Risiko, bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt zu werden ebenfalls.

Trauriger Spitzenreiter 43 Stundenkilometer zu schnell

Und die Erfahrung zeigt den Beamten, dass ihre Bemühungen durchaus berechtigt sind. Bei den Messungen, die seit Anfang Mai durchgeführt wurden, zeigte sich leider, dass einzelne Verkehrsteilnehmer die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen deutlich überschritten. Trauriger Spitzenreiter war dabei ein Fahrzeugführer der 113 km/h bei erlaubten 70 Stundenkilometer fuhr. Der letzte Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag, 17. Mai. Ein Motorradfahrer musste danach mit schweren Verletzungen in ein naheliegendes Krankenhaus eingeliefert werden.

„Das Ziel der verstärkten Geschwindigkeitsmessungen ist, dass alle Verkehrsteilnehmer unfallfrei und damit gesund bleiben“, so Milius.

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