Sollen im Ebersberger Forst Windräder gebaut werden? Diese Frage entscheiden die Wahlberechtigten im Landkreis.
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Sollen im Ebersberger Forst Windräder gebaut werden? Diese Frage entscheiden die Wahlberechtigten im Landkreis.

Die Entscheidung ist gefallen

Windräder im Ebersberger Forst: Bürgerentscheid ist fix

  • Michael Acker
    VonMichael Acker
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  • Robert Langer
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Es wird einen Bürgerentscheid zum Thema Windpark im Ebersberger Forst geben. Darauf verständigte sich der Kreistag.

Landkreis – Vorgesehen sind fünf Windräder im Gebiet der Staatsforsten. Dass sich die Anzahl nicht erhöht, soll durch eine vertragliche Vereinbarung gesichert werden.

Als Bereiche, die von Windkrafträdern freigehalten werden sollen, sieht der Kreistag derzeit unter anderem Abstandsflächen zu Wohngebäuden nach der 10H-Regelung, das FFH-Schutzgebiet, der 15-Kilometer–Radius des Wetterradars Isen, die Wasserschutzgebiete, die Wildruhezone und die Bereiche südlich der Höhenlinie 545 Meter (Endmoränenzug).

Im finanziellen Rahmen von bis zu 20 000 Euro soll zur sachlich fundierten Erörterung mit der Bevölkerung ein mögliches Konzept erarbeitet werden, das auch die Kriterien „Eigenart der Landschaft“ und „Naherholungsfunktion“ berücksichtigt. Sollte die Mehrheit der Landkreisbürger gegen die Planung zur Realisierung eines Windparks im Ebersberger Forst stimmen, soll das Vorhaben ad acta gelegt werden.

Zeitnahes Datum

Der Bürgerentscheid soll zeitnah stattfinden. Ein zunächst vorgesehene Festlegung auf das Datum der Bundestagswahl im Herbst 2021 wurde fallen gelassen. Zum Termin soll es einen eigenen Kreistagsbeschluss geben.

Bevölkerung gespalten

Landrat Robert Niedergesäß sagte, das Thema spalte die Bevölkerung. Es sei paradox, dass sich Klimaschützer und Naturschützer in die Haare kriegen. Für die Sichtweise beider Seiten gebe es gute Argumente. „Die Bevölkerung zu befragen, ist keine Feigheit“. Eine solche war dem Landrat einen Tag zuvor von der SPD-Kreistagsfraktion vorgeworfen worden.

Lesen Sie auch: Windräder im Forst: SPD wirft CSU Feigheit vor

Toni Ried von den Freien Wählern wiederholte seine ablehnende Haltung gegenüber Windrädern und sagte: „Wir brauchen die Verantwortung gegenüber der Natur“. Dennoch betonte er, dass er ein Freund der Energiewende sei.

Die Vorgeschichte: Windräder: CSU will „Segen der Bürger“

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