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Ebersberg bleibt Wachstumsregion Nummer eins

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Landkreis - Wie wird sich die Zahl der Erwerbstätigen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen im Landkreis Ebersberg bis zum Jahr 2025 entwickeln? Darüber gibt eine Studie Aufschluss, die von der Stadt München für die Region 14, also Landeshauptstadt und umliegende Landkreise in Auftrag gegeben wurde.

Dem Landkreis werden darin die besten Aussichten prognostiziert. Nicht alle Bereiche schneiden jedoch gleich gut ab. Es gibt sogar Verlierer. So wird die Zahl der in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigten Personen leicht sinken - um fast acht Prozent. In etwa gleich negativ (- 8,5 %) sind die Aussichten laut Studie im produzierenden Gewerbe, während im verarbeitetende Gewerbe lediglich ein Minus an Arbeitsplätzen von 2,5 Prozent vorhergesagt wird. In der Land und Forstwirtschaft werden 2025 dann noch etwa 1900 Personen erwerbstätig sein, im produzierenden Gewerbe 9600 und im verarbeitetenden Gewerbe 7300.

Die größten Wachstumsgewinner sind Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistung, sowie öffentliche und private Dienstleister. Mit einem Zuwachs von fast 28 Prozent erscheinen das Gastgewerbe und der Handel im Landkreis Ebersberg weiterhin äusserst attraktiv. Etwa 21 000 Personen werden hier im Jahr 2025 Lohn und Brot finden.

Ein sattes Plus von über 21 Prozent an Zuwachs von Arbeitsplätzen wird dem Landkreis Ebersberg im Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistung vorhergesagt. Hier werden im Jahr 2025 etwa 9000 Personen eine Beschäftigung finden. Auch im Bereich öffentliche und private Dienstleister wird ein starker Zuwachs von fast 20 Prozent erwartet, so dass am Ende des Prognosezeitraums hier fast 15 000 Personen eine Anstellung finden werden.

„Dem rückläufigen Bedarf an nicht oder geringst qualifizierten Erwerbspersonen muss mit umfassenden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen begegnet werden“, sagt die Studie klar und kritisiert: „In der Vergangenheit waren jedoch Maßnahmen für gering qualifizierte Erwerbslose oft nur Selbstzweck und wenig bedarfsorientiert.“ Basis für eine bedarfsgerechte Höherqualifizierung wäre daher eine eingehende Marktbeobachtung und die Sammlung von Frühindikatoren. Nur wer den Fachkräftemangel systematisch beobachte, könne durch gezielte Maßnahmen das passenden Angebot schaffen und offene Stellen besetzen.

Von Michael Seeholzer

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