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Über die große Resonanz auf den Aufruf zur Demonstration gegen Rechts freute sich Angela Warg-Portenlänger (5. v. l.) von Organisationsteam. 

Etwa 400 Teilnehmer bei Demonstration gegen rechts in Ebersberg

„Bunt statt braun“ bewegt Bürger

Ebersberg – „Bunt statt braun“ bewegt: Fast 400 Teilnehmer zeigten am Samstagnachmittag auf dem Ebersberger Marktplatz buchstäblich Flagge im Rahmen einer Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus sowie rechte Umtriebe. „So viele Leute, die sich gegen Ausgrenzung aussprechen“, freute sich Philipp Spiegelsberger, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, der die Demo zusammen mit dem Aktionsbündnis „Bunt statt braun“ auf die Beine stellte.

Auch Bürgermeister Brilmayer geht mit

Der Ebersberger Marktplatz war Sammelpunkt für einen Demonstrationszug durch die Kreisstadt, an dem auch Bürgermeister Walter Brilmayer gerne teilnahm. Unter den Mitmarschierern waren auch Stadträte sowie eine Delegation von Grafinger Ratsmitgliedern, die sich gerne einreihten in die stattliche Zahl derer, die gegen Rechts Stellung beziehen wollten.

Mit Trassenbändern abgesperrt

Das Ebersberger Zentrum war für die Veranstaltung mit Trassenbändern abgesperrt worden, flankiert von Beamten der Ebersberger Inspektion und auch zivilen Polizisten. Die Organisatoren des Kreisjugendrings appellierten vorsorglich an die Teilnehmer, friedlich zu demonstrieren, keine Gegenstände zu werfen und nicht auf eventuelle Provokationen unüberlegt zu reagieren. „Wir sind da, um friedlich zu demonstrieren, wir lassen uns nicht auf dieses Niveau herab“, sagte Leo Lux vom Vorstand des KJR unter Beifall. „Der Kreisjugendring begegnet allen Gruppen vorurteilsfrei.“

Mehr Übergriffe in der Kreisstadt

Freilich erinnerte Lux daran, dass es in den vergangenen Jahren gerade in Ebersberg „mehr Übergriffe“ von Rechten gegeben habe. Was sie von solchen Ereignissen halten, teilten die Besucher der Demo auf ihren mitgeführten Spruchbändern, auf Plakaten oder beschrifteten Textilien mit. „Wir sind alle gleich“, und „Kein Mensch ist illegal“, stand da zu lesen sowie „Kein Bock auf Nazis.“ Die Ebersberger Bürger waren aufgefordert, an ihren Häusern Banner anzubringen mit den ihnen wichtigen Inhalten.

Prise Humor hilft

Dass auch bei einem so wichtigen Thema wie Fremdenfeindlichkeit eine Prise Humor manchmal hilfreich sein kann, bewies ein Ebersberger, der auf sein Hausbanner geschrieben hatte: „Nazis essen heimlich Falafel.“ Gemeint war damit ein traditionelles arabisches Gericht: Es sind frittierte Bällchen aus pürierten Bohnen oder Kichererbsen. Zweifellos nicht jedermanns Sache, aber die Botschaft saß trotzdem.

Abschluss im Jugendzentrum

Nach dem Demonstrationszug durch Ebersberg trafen sich die Teilnehmer wieder am Marktplatz zur Schlusskundgebung. Anschließend gab es noch eine After-Demo Party im Ebersberger Jugendzentrum.

Lesen Sie dazu auch: Gericht verhängt mildere Strafen

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