1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Ebersberg

Verkehrschaos auf der B 304: Brandbrief an Ministerpräsident Söder

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robert Langer

Kommentare

Verkehrsbelastung an der B 304 durch Kirchseeon.
Verkehrsbelastung an der B 304 durch Kirchseeon. © sro

Ein deutliches Signal von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollen die Bürgermeister an der Bundesstraße 304, um die Verkehrsprobleme zu lösen.

Landkreis - Die Unterzeichner eines jetzt veröffentlichen Schreibens der Landkreis übergreifenden „Allianz B 304“ halten es für erforderlich, schnell eine Konzeption für eine breite Diskussions- und Arbeitsbasis zu entwickeln, bei der sich die Amtsträger vor Ort „gerne intensiv einbringen“ wollen. „Wir können uns eine Arbeitsgruppe unter Führung des zuständigen Staatsministeriums und aller weiteren notwendigen Verwaltungen vorstellen, ebenso eine Inanspruchnahme externen Sachverstandes, der überörtlichen Mandatsträger, eine frühzeitige Bürgerbeteiligung zur Vermeidung späterer Auseinandersetzung und vieles mehr“, steht in dem Schreiben. Und direkt an Söder gewandt: „Um aber wirklich einen kraftvollen Prozess in Gang zu setzen, benötigen wir offenkundig eine klare Aussage von Ihrer Seite, für die wir mit diesem Schreiben werben wollen.“ Der Brief wurde unter anderem auch von den Landräten Robert Niedergesäß (Ebersberg) und Otto Lederer (Rosenheim) unterzeichnet.

Gemeinsamer Auftrag

Verwiesen wird in dem Brief auf zwei Treffen der Bürgermeister der betroffenen Gemeinden. Ungeachtet unterschiedlicher politischen Ausrichtungen würden sich die Teilnehmer inzwischen als „Allianz B 304“ betrachten mit dem dringlichen gemeinsamen Auftrag, eine tragfähige Lösung gemeinsam voran zu bringen.

Die Probleme zeigten sich sowohl in einer Gesamtbetrachtung der Region als auch exemplarisch in einer Vielzahl von kleinen Brennpunkten.

Ortsumfahrungen

In den vergangenen Jahren seien in Zorneding und Ebersberg aufwendige Ortsumfahrungen der B 304 realisiert worden. Die Wirksamkeit dieser Einzelmaßnahmen sei „allerdings dürftig“, steht in dem Schreiben. Der Verlauf der Staatsstraße 2080 als zentraler Zubringer in Richtung Flughafen führe nach wie vor durch das Zentrum von Ebersberg. Die Situation der Kreuzung der beiden Verkehrsadern (B304, St 2080) an der sogenannten Amtsgerichtskreuzung sei seit Jahren untragbar und allen Seiten bekannt. Sie sei bislang nicht einmal ansatzweise angegangen worden zum Teil sogar „mit dem zynischen Argument der bisher ausgebliebenen schweren Unfallereignisse“. Die starke Belastung der Bürger in Kirchseeon auch durch Schwerlast und Lieferverkehr ist ebenfalls ein Thema. Der bedarfsgerechte Ausbau des ÖPNV lasse seit Langem auf sich warten, so ein weiterer Punkt.

Abschied von Kirchturmpolitik

Die Diskussion möglicher Maßnahmen erschöpfe sich derzeit in einer Ausrichtung auf eine Vielzahl punktueller Entlastungen und kleinräumiger Umgehungen. Die Bürgermeister seien sich einig, dass eine von Kirchturmpolitik bestimmten Umgehungsstraßendebatte schon aufgrund des immensen Flächen- und Investitionsbedarfs nicht mehr zeitgemäß sei.

Keine Strategie für überörtliche Verkehrsströme

Es gebe aber keine Strategie, die die überörtlichen Verkehrsströme wirksam beeinflusst werden können, so die Kritik.

Noch mehr Nachrichten aus Ebersberg und der Region finden Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Ebersberg-Newsletter. 

Auch interessant

Kommentare